„Offensichtlich muslimische Täter geschützt“
Mädchen vergewaltigt – Skandal in Jugendzentrum
Aktualisiert am 12.03.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine 16-Jährige geht in einem Berliner Jugendzentrum durch die Hölle. Viele bekommen davon mit – nur nicht die Polizei.
Im Berliner Bezirk Neukölln ist eine Jugendliche mutmaßlich in einem Jugendzentrum vergewaltigt worden – ohne dass dies direkte Konsequenzen hatte. Die zuständige Stadträtin Sarah Nagel (Linke) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Das Jugendamt hat keine Strafanzeige wegen der Vergewaltigung und der sexuellen Gewalt gegenüber der Jugendlichen gestellt. Nach dem heutigen Kenntnisstand war das ein Fehler.“
Über den Fall hatten zuvor „Bild“-Zeitung und „B.Z.“ berichtet. Demnach sollen mehrere arabischstämmige Jugendliche die türkisch-kurdische, 16 Jahre alte Schülerin im Januar dieses Jahres in einen Raum des Jugendzentrums getragen und sie sexuell belästigt haben. Drei Tage später habe sich das Mädchen den Betreuern im Jugendzentrum anvertraut: Sie sei bereits im November vergewaltigt worden. Ein 17-Jähriger habe ein Video von der Tat gemacht und die 16-Jährige in der Folge weiter eingeschüchtert.
Die Jugendeinrichtung soll allerdings nicht ausreichend tätig geworden sein. Auch die Polizei wurde offenbar nicht alarmiert. Das Bezirksamt Neukölln teilte mit: „Das Jugendamt wurde am 28. Januar 2026 über diese Vorfälle informiert.“ Die zuständige Bezirksstadträtin habe erst am 2. März davon erfahren. Warum das Jugendamt keine Anzeige erstattete, blieb unklar. Die Kriminalpolizei soll erst von dem Fall erfahren haben, als sich die betroffene 16-Jährige einer Präventivbeamtin der Polizei anvertraute. Diese schaltete das LKA ein.
Beamte haben inzwischen das Handy eines beschuldigten Jugendlichen beschlagnahmt, der die Tat gefilmt haben soll, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mitteilte. „Die Polizei hat sofort reagiert“, so Spranger.
In der Politik ist eine Debatte über den Umgang mit dem Vorfall entbrannt. Jugend-Staatssekretär Falko Liecke (CDU) äußerte den Verdacht, dass der Vorfall von Betreuern der Einrichtung aus politischen Gründen nicht gemeldet wurde. „Es ist ein Unding, dass hier offensichtlich die muslimischen Täter geschützt werden, um sie nicht zu stigmatisieren, und das Opfer wird im Stich gelassen. Diese Haltung ist ein völliges No-go“, sagte Liecke der „Bild“-Zeitung.
Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD) sagte der Zeitung, der „erschütternde Fall“ zeige, dass Strukturen und Abläufe im Jugendamt einer „selbstkritischen internen Überprüfung“ bedürften.












