Auch die Zahl der Hausärztinnen und Hausärzte stieg nun leicht um 343 auf 55.778 im Vergleich zu 2024. Angesichts des Teilzeittrends sei die Zahl der vollen Hausarztsitze aber um 0,1 Prozent gesunken, erläuterte die KBV. Rund 5.000 Sitze sind ohnehin unbesetzt. Dabei sollen Hausarztpraxen nach Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) noch eine wichtigere Rolle als erste Anlaufstellen spielen und Patienten zu Terminen bei Fachärzten lotsen.
Vor allem im Westen der Republik zeichnen sich aber schon seit längerem Ruhestandswellen ab. So sind im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz 43,5 Prozent der Hausärzte über 65 Jahre alt und im ganzen Bundesland inzwischen 22,1 Prozent. Im Saarland sind 21,7 Prozent der Hausärzte Ü65 und in der Kassenärzteregion Westfalen-Lippe in NRW 19,7 Prozent. Dagegen sind in Mecklenburg-Vorpommern nur 9,3 Prozent der Hausärzte bereits über 65.
Dort ist das Hausärztenetz im Ländervergleich auch am dichtesten – mit 76,8 Medizinerinnen und Medizinern je 100.000 Einwohner. Es folgen Hamburg mit 73,4 Hausärztinnen und Hausärzten in diesem Verhältnis und Berlin mit 72,1. Am wenigsten sind es in Westfalen-Lippe mit 60,7 Hausärztinnen und Hausärzten je 100.000 Einwohner und in Baden-Württemberg mit 63,7.
Frauen sind in den Praxen weiter auf dem Vormarsch. Psychotherapeutinnen und Ärztinnen kommen nun zusammen auf 53,2 Prozent, nachdem sie 2022 die 50-Prozent-Marke überschritten hatten. Betrachtet man nur die Ärztinnen, stieg ihr Anteil jetzt weiter auf 47,4 Prozent. Dabei gilt: je jünger, desto weiblicher. Bis zur Schwelle von 49 Jahren haben Ärztinnen einen Anteil von 56 Prozent. Ab 50 sind die männlichen Kollegen dann nach wie vor in der Überzahl.
Regional betrachtet ist der Anteil der Ärztinnen und Psychotherapeutinnen in den östlichen Bundesländern höher, nämlich überall über 55 Prozent. Über der Schwelle von 60 Prozent liegt Berlin – mit einem Frauenanteil von 60,2 Prozent.











