Influencer lassen Tiere im Krieg zurück
Organisation außer sich: „Sie verdursten in der Hitze“
10.03.2026 – 13:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Auswanderer verlassen Dubai – und wissen nicht, wohin mit ihren Tieren. Gesunde Hunde werden eingeschläfert, Katzen streunen über die Straßen. Tierschützer sind erschüttert.
Nach Berichten über in den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgelassene Haustiere hat die Tierrechtsorganisation Peta mit Entsetzen reagiert. „Die Aufnahme eines tierischen Familienmitglieds ist immer mit großer Verantwortung verbunden – gerade in Krisensituationen, in denen Tiere vollständig auf unsere Hilfe angewiesen sind“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Statement. Es sei „zutiefst herzlos“, die Tiere einfach auszusetzen.
Sie würden so in akute Lebensgefahr gebracht: „Zurück bleiben Lebewesen, die Todesangst erleben, in der Hitze verdursten oder Traumata erleiden, die sie ihr Leben lang nicht mehr loslassen.“
Die vorhandenen Auffangstationen würden mit Anfragen überschüttet, zitierte die „Daily Mail“ eine Tierheimbetreiberin in Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Notunterkünfte reichten nicht aus. Zwei Hunde seien schon in der Wüste zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman erschossen aufgefunden worden.
Die Tierheimbetreiberin: „Leute verlassen das Land und teilen uns sehr höflich mit, dass sie ihre Tiere zurücklassen, wenn wir sie nicht aufnehmen können. Wir sprechen hier von Leuten, die teilweise 20 Katzen haben.“
Peta wendet sich jetzt insbesondere an die Influencer, die ihren Lebensmittelpunkt nach Dubai verlegt hatten und nun abreisen. Diese müssten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein: „Wer Reichweite hat, prägt Verhalten“, schreibt Peta. „Tiere einfach sich selbst zu überlassen, sendet das völlig fatale Signal, Leben seien austauschbar – das ist unentschuldbar.“












