Hohe Zinsen fürs Tagesgeld
Was hinter den 3-Prozent-Angeboten steckt
09.03.2026 – 12:56 UhrLesedauer: 3 Min.

Mehr als drei Prozent Zinsen wirken plötzlich wieder lukrativ. Warum Anleger trotzdem genau hinschauen sollten, bevor sie ihr Geld umschichten.
Der Konflikt zwischen dem Iran, Israel und den USA treibt den Ölpreis nach oben und verursacht deutliche Schwankungen an den Aktienmärkten. In solchen Phasen ziehen sich viele Anleger aus riskanteren Anlagen wie Aktien oder ETFs zurück und suchen nach sicheren Alternativen. Besonders Tagesgeld und Festgeld stehen dann hoch im Kurs, weil sie planbare Zinsen bieten und das Geld jederzeit verfügbar bleibt.
Derzeit locken Banken wieder mit Zinssätzen von mehr als drei Prozent auf Tagesgeld. Doch diese Angebote gelten meist nur für kurze Zeit und unter bestimmten Bedingungen. Wer genauer hinschaut, erkennt schnell: Nach Ablauf der Aktion können die Zinsen stark sinken. Lohnt sich der Wechsel zum Tagesgeld also wirklich?
Aktuell (Stand März 2026) bieten mehrere Banken Aktionszinsen von rund drei Prozent oder mehr für neue Tagesgeldkunden. Solche Angebote richten sich häufig an Neukunden oder an Anleger, die frisches Geld von einer anderen Bank mitbringen.
So zahlt die Consorsbank laut eigenen Angaben derzeit 3,40 Prozent Zinsen pro Jahr für drei Monate auf Guthaben bis zu 1.000.000 Euro. Für Beträge darüber gilt ein Zinssatz von 0,80 Prozent pro Jahr. Das Konto ist kostenlos, teilnehmen können allerdings nur Privatkunden, die in den vergangenen sechs Monaten kein Konto oder Depot bei der Bank hatten.
Auch die Norisbank wirbt mit 3,33 Prozent Zinsen pro Jahr auf ihr Tagesgeldkonto. Der Sonderzins gilt laut Norisbank jedoch nur bis zum 30. Juni 2026 und ausschließlich für Geld, das zuvor nicht bei Unternehmen der Deutsche-Bank-Gruppe angelegt war. Das Guthaben mit Aktionszins ist auf 250.000 Euro begrenzt. Danach fällt die Verzinsung auf den variablen Standardzins von aktuell 0,75 Prozent pro Jahr zurück.
Ähnliche Bedingungen gelten bei der Postbank. Dort wird der Aktionszins in Höhe von 2,8 Prozent nur auf sogenanntes Neugeld gezahlt, also auf Geld, das zuvor nicht bei der Postbank oder der Deutschen Bank lag. Der Einzahlungszeitraum läuft vom 2. Februar bis zum 25. März 2026, der Aktionszins wird anschließend vom 1. April bis zum 31. Juli 2026 für vier Monate gezahlt. Voraussetzung sind mindestens 2.500 Euro Neugeld, maximal werden 250.000 Euro verzinst. Danach gilt auch hier wieder der variable Standardzins von derzeit 0,75 Prozent pro Jahr.
Hohe Aktionszinsen wirken auf den ersten Blick attraktiv. Trotzdem sollten Sie genau prüfen, unter welchen Bedingungen sie gelten.










