„Aus der Zeit gefallen“
Chefjuror Dieter Bohlen kritisiert DSDS
08.03.2026 – 13:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit kurzer Unterbrechung ist Dieter Bohlen seit zwei Jahrzehnten Juror bei DSDS. Nun teilt er ehrliche Gedanken zum Grundkonzept der Sendung.
Seit 2002 sucht Dieter Bohlen als DSDS-Chefjuror nach Deutschland nächstem Superstar – zumindest dem Titel der RTL-Castingshow zufolge. Denn tatsächlich gelang es nur wenigen Siegern des Formats, langfristig erfolgreich zu sein. Kurz vor dem Start der neuen Staffel am 4. April scheint das auch Bohlen selbst einzuräumen.
Am Rande der Dreharbeiten zum Recall im Europa-Park in Rust sagte der 72-Jährige der „Bild“-Zeitung: „Die Leute […] kritisieren uns ja immer und höhnen, dass wir noch nie einen echten Superstar gefunden haben.“ In dem Zusammenhang gab er zu: „Vielleicht ist dieser Ausdruck ‚Superstar‘ auch nicht der richtige. Der ist wirklich ein bisschen aus der Zeit gefallen.“
Bohlen betonte jedoch, dass die Sendung heute nicht mehr den Anspruch habe, automatisch große Stars hervorzubringen. Wörtlich erklärte er: „Unsere Aufgabe im Moment kann es wirklich nur sein, so ein Beschleuniger, ein Katalysator für eine weitere Karriere zu sein. Nicht mehr. Nicht weniger. Wir bieten ihnen ein Trittbrett, um ihr Können oder Nicht-Können zu zeigen.“
Auch an frühere Sieger richtete Bohlen eine klare Botschaft. Insgesamt 21 Gewinner hat die Show bislang hervorgebracht. Dazu sagte er: „Die Leute, die denken, sie haben gewonnen und können jetzt ihr Leben lang von diesem einen Sieg bei DSDS leben – das ist eine Illusion.“
Für wenige DSDS-Gewinner diente die Show aber tatsächlich als Sprungbrett: So stehen etwa Alexander Klaws, Pietro Lombardi, Luca Hänni und Beatrice Egli auch heute noch in der Öffentlichkeit.












