Wenn er diese erste Seite nicht hätte, wäre er ein wirklich guter Bürgermeister. Palmer ist intelligent und setzt beim Klimaschutz Sachen durch wie kein anderer. Ich finde es auch nicht verwerflich, dass Boris Palmer an manchen Veranstaltungen zur Landtagswahl in BW mit Cem Özdemir teilnimmt. Immerhin ist er Bürgermeister einer wichtigen Stadt in Baden-Württemberg.
Es gibt Spekulationen darüber, dass Boris Palmer nach der BW-Wahl von Cem Özdemir zurück in die Partei und sogar in ein mögliches Kabinett geholt werden könnte.
Ich schaue da ziemlich gelassen drauf. Und ehrlich gesagt, was ich so wahrnehme an der Grünen-Basis: Da glaubt niemand an ein Comeback von Palmer.
Sie sind im Stadt- und Kreistag Tübingens und teilen Ihre Arbeit und Ihren Alltag mit über 50.000 Menschen bei Social Media. Warum?
Das ist ein Mittel zum Zweck. Leute denken oft, dass ich so richtig Spaß an Social Media habe. Aber ich bin kein Influencer. Ich mache das nicht für die Videos, sondern um über Kommunalpolitik zu sprechen, damit mehr Leute mitbekommen, was so passiert. Außerdem will ich mehr Fokus auf mein Herzensthema, den Klimaschutz, bekommen. Politik soll nahbar und verständlich sein, aber auch Spaß machen. Ich möchte zeigen: Es ist nicht so, dass wir den ganzen Tag frustriert rumsitzen, sondern wir versuchen, das Beste für Tübingen rauszuholen.
Viele Kommunalpolitiker, die in der Öffentlichkeit stehen, bekommen Hass zu spüren. Sie auch?
Wenn ich mir meine Facebook-Kommentare durchlese, ist das einfach nur wild. Ich diskutiere gerne über Politisches, aber das meiste in den Kommentaren ist dann so unsachlich, dass ich mich nicht weiter damit beschäftige. Als die Grünen noch in der Bundesregierung waren, also bundesweit mehr Relevanz hatten, wurde ich regelmäßig bedroht. Mir haben Leute geschrieben, dass sie mir etwas brechen, wenn sie mich in Tübingen auf der Straße sehen. Bei so etwas stelle ich Strafanzeige.
Würden Sie sich trotzdem wünschen, dass mehr Politiker den Schritt in die Öffentlichkeit gehen?












