In einer TV-Ansprache forderte er die USA, Israel und den Iran erneut zu einer sofortigen Einstellung der gegenseitigen Angriffe auf. Die Gewalt müsse enden, „bevor es zu spät ist“, sagte Sánchez. Es sei „naiv zu glauben, dass blinder und unterwürfiger Gehorsam Führung bedeutet“, warnte Sánchez im Hinblick auf Drohungen Trumps.
Es gehe um die Achtung des Völkerrechts, „das uns alle, insbesondere die Zivilbevölkerung, schützt“. Zu glauben, die Welt könne ihre Probleme nur mit Bomben lösen, sei ein Irrtum.
Spanien setzt angesichts amerikanischer Sanktionsdrohungen nach verweigerter Unterstützung bei den Angriffen auf den Iran auf die Solidarität der Europäischen Union. Die europäische Einheit schütze Spanien, sagt Wirtschaftsminister Carlo Cuerpo. Ungeachtet der Drohungen von US-Präsident Donald Trump, den Handel mit Spanien vollständig abzubrechen, sagt Cuerpo dem Sender La Sexta: „Wir wollen die Handelsbeziehungen mit den USA weiter voranbringen.“
Trump hatte bei dem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik an den Regierungen von Spanien und dem Vereinigten Königreich geübt. „Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten“, sagte Trump im Weißen Haus mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. „Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen.“
Trump sagte, niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie Spaniens Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen. „Sie waren unfreundlich“, sagte Trump. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, „alle Deals“ mit Madrid einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar.
Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte am Montag bestätigt, dass keine der auf den spanischen Militärbasen Morón und Rota stationierten US-Einheiten an den Angriffen auf den Iran beteiligt waren.
Diese Basen dürften nur im Rahmen des Völkerrechts genutzt werden, betonte Robles. Spanien hatte Trump auch verärgert, weil es als einziges der europäischen Nato-Länder seine Verteidigungsausgaben nicht auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen will, wie von den USA gefordert.











