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HSV-Trainer Polzin über Nachholspiel: „Nicht jammern“
Aktualisiert am 03.03.2026 – 16:29 UhrLesedauer: 3 Min.
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Nur 71 Stunden nach dem Abpfiff gegen RB Leipzig (1:2) steht der HSV am Mittwochabend schon wieder auf dem Rasen. Gegner im Volksparkstadion ist dann Bayer Leverkusen.
HSV-Trainer Merlin Polzin erwartet trotzdem eine voll konzentrierte Mannschaft: „Wir wollen nicht jammern. Wir wollen auch überhaupt nicht daran denken, was Power angeht oder ob man müde ist oder nicht“, stellte er auf der Pressekonferenz klar. „Ich will niemanden hören, der irgendwie sagt, dass er erschöpft ist.“
Verzichten muss der HSV-Trainer allerdings auf beide Vize-Kapitäne in der Defensive. Nicolas Capaldo fällt wegen einer Bauchmuskelverletzung aus, Miro Muheim ist gesperrt.
Der HSV muss erst einmal auf Nicolas Capaldo verzichten. Der Argentinier war gegen RB Leipzig nach rund 20 Minuten verletzt ausgewechselt worden. Am Montag teilte der HSV mit: Er hat sich eine Verletzung der Bauchmuskulatur zugezogen. Capaldo werde „wenige Wochen“ fehlen, hieß es.
Der frühere HSV-Torwart Marko Johansson hat die Angriffe auf Teheran am vergangenen Wochenende hautnah miterlebt. Seit September 2025 steht der 27-Jährige beim iranischen Meister Traktor FC aus Täbris unter Vertrag. Eigentlich wollten sich die Spieler am Samstag treffen, um sich auf das Duell mit Shabab Al-Ahli in Dubai in der asiatischen Champions League, das am Montag stattfinden sollte, vorzubereiten.
Beim Frühstück sei die Mannschaft darüber informiert worden, dass Teheran angegriffen wurde. „Es wurde uns schnell klar, dass wir das Land am besten verlassen sollten“, sagte Johansson der „Bild“. Im Hotel auf dem Trainingsgelände habe es dann einen „Riesen-Schlag“ gegeben. „Das ganze Gebäude hat gezittert. Wir sind vor Schreck aufgesprungen und wussten nicht, wo wir hinsollten.“ Rund sechs Kilometer vom Gelände entfernt soll sich eine iranische Militärbasis befunden haben.
Der Klub habe innerhalb weniger Minuten ein Auto organisiert, mit dem Johansson und dessen ausländische Teamkollegen zur türkischen Grenze gebracht wurden. Über Istanbul floh der Schwede dann weiter nach Göteborg. „Hier bin ich bei meiner Frau und meiner zweieinhalbjährigen Tochter“, sagte er. Erst einmal trainiere er alleine in Schweden. Wie es für ihn bei Traktor FC weitergeht, wisse er bisher nicht.
Der Hamburger SV muss in der Festung Volksparkstadion eine Niederlage hinnehmen: Gegen RB Leipzig verloren die Hanseaten am Sonntagabend mit 1:2 (1:1). Die Sachsen feierten damit als erstes Top-Team an der Elbe einen Sieg und fuhren einen wichtigen Dreier im Kampf um die Champions League ein. Der im zweiten Durchgang energielose HSV verlor derweil erstmals nach sechs Spielen und verpasste die Chance, sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen.












