„Heute kein Betrieb mehr möglich“
Mega-Panne legt Verwaltungen in halbem Bundesland lahm
Aktualisiert am 03.03.2026 – 12:38 UhrLesedauer: 2 Min.
In Nordrhein-Westfalen sagen Dutzende Ämter Termine ab und laden Bürger aus: Ein Stromausfall führt zu schwerwiegenden Problemen bei einem wichtigen IT-Dienstleister.
Ein Stromausfall in Aachen legt derzeit mehrere Kommunalverwaltungen in Nordrhein-Westfalen lahm – viele Termine von Bürgern bei Behörden müssen daher am Dienstag ausfallen, wie Städte und Kreise in NRW mitteilen. Die Störungen reichen bis nach Belgien, wo ein Ministerium betroffen ist.
Grund ist eine vom Stromausfall in Aachen ausgelöste Störung beim IT-Dienstleister „regio IT“, dem nach eigenen Angaben größten kommunalen IT-Dienstleister in NRW für öffentliche Auftraggeber. Der Ausfall traf demnach das „regio IT“-Rechenzentrum – seither geht nichts mehr.
Betroffen sind neben der Stadt Aachen unter anderem auch Duisburg, Bielefeld, Düren, Eschweiler, Erkelenz, Würselen, der Rhein-Erft-Kreis, der Märkische Kreis, der Kreis Soest, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Heinsberg und der Kreis Euskirchen. In den meisten Fällen wird dies auf der Webseite der jeweiligen Verwaltung mitgeteilt – sofern diese noch erreichbar ist. Betroffene Stellen sind etwa Bürgerämter, Kfz-Zulassungsstellen, Fundbüros und Serviceportale.
„Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nicht zu ihren gebuchten Terminen zu kommen“, teilte etwa der Hochsauerlandkreis mit, wo unter anderem Kfz-Zulassungsstellen und Führerscheinstellen nicht arbeiten können.
In Belgien beeinträchtigt der Ausfall die Erreichbarkeit des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft, das für die Verwaltung von neun Gemeinden zuständig ist, die im Grenzgebiet zu Deutschland liegen.
Die Störung begann am Montagabend. „Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass heute voraussichtlich kein produktiver Betrieb mehr möglich ist“, teilte „regio IT“ am Dienstag mit. Interne Teams und externe Helfer würden „mit Hochdruck an der Entstörung“ arbeiten. Die „regio IT“-Kunden sollten sich selbst darum kümmern, die Störung publik zu machen.











