Insgesamt geht aus der Studie klar hervor, dass die Bevölkerung in Deutschland nicht grundsätzlich impfkritisch eingestellt ist. Vielmehr scheinen sich die Menschen in einem Spannungsfeld zwischen Zustimmung und Verunsicherung zu befinden. Viele befürworten Impfungen zwar, handeln aber nicht entsprechend. Das erklärt, warum die Impfquoten hierzulande nach wie vor verbesserungswürdig sind.
Im vergangenen Jahr zeigte das Epidemiologische Bulletin des RKI, dass in allen Altersgruppen deutliche Impflücken bestehen, die je nach Region unterschiedlich ausgeprägt sind. Die Impfquoten bei Kindern lägen zwar auf einem hohen Niveau. Allerdings werde die Grundimmunisierung bei Kindern oft später als empfohlen oder gar nicht abgeschlossen. Die Impfquoten bei Erwachsenen, Menschen mit Vorerkrankungen und Schwangeren lägen häufig deutlich unter 50 Prozent. „Um das Potenzial der von der Stiko empfohlenen Impfungen besser auszuschöpfen, sollten Impflücken dringend geschlossen werden“, so das Resümee der RKI-Analyse.












