
Ultimatum in Kalifornien
Drastische Strafe drohte: Tesla streicht sein größtes Werbeversprechen
19.02.2026 – 10:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Tesla muss einlenken: Um einen drohenden Verkaufsstopp zu verhindern, verzichtet der Elektroautobauer künftig auf die Bezeichnung „Autopilot“. Allerdings nur in einem einzigen US-Bundesstaat – vorerst.
Namen können täuschen. Im Auto ist das lebensgefährlich. Wer „Autopilot“ liest, nimmt die Hände vom Lenkrad. Dabei ist Teslas Technik bisher nur ein Assistent, aber kein digitaler Chauffeur. Der Druck einer US-Behörde zwingt den Konzern nun zu Klarheit.
Hintergrund ist ein Machtwort der kalifornischen Verkehrsbehörde DMV. Die Aufseher warfen Tesla vor, Kunden mit dem Namen seines Assistenzsystems in die Irre zu führen. Das Wort „Autopilot“ stelle die Fähigkeiten des digitalen Helfers übertrieben dar. Ohne Kurswechsel hätte Tesla in seinem wichtigsten Markt Kalifornien 30 Tage lang keine Autos mehr verkaufen dürfen. Die Drohung saß.
Denn ein Verkaufsstopp hätte Tesla empfindlich getroffen. Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres setzte das Unternehmen in Kalifornien rund 135.500 Fahrzeuge ab. Damit lag Tesla auf Platz drei hinter Toyota und Honda. Um das teure Verbot abzuwenden, gab das Unternehmen jetzt nach.
Der Name „Autopilot“ weckt Erwartungen, die das System nicht erfüllt. Rechtlich bleibt die Technik eine reine Fahrhilfe. Die Bilanz der letzten Jahre: zahlreiche schwere Unfälle und Klagen. Deshalb fordert Tesla trotz des Namens:
Auch hierzulande streiten Experten seit Jahren über Teslas Wortwahl. Verbraucherschützer kritisieren: Der Name gaukle Sicherheit vor, wo Vorsicht geboten ist. Gerichte stellten bereits fest, dass die Werbung Erwartungen weckt, die das Auto im Alltag gar nicht erfüllen kann. Offenbar war Tesla davon bislang nicht sonderlich beeindruckt.











