
Das Institut hatte neben Schimmelpilzgiften auch Pflanzentoxine bestimmt. Für Tropanalkaloide fanden die Fachleute demnach in der Regel keine Hinweise auf Risiken – mit Ausnahme eines Sojadrink-Produkts: Darin wurden Atropin und Scopolamin wiederholt in so hohen Gehalten gemessen, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen in Betracht gezogen werden müssten. Tropanalkaloide haben bereits bei einer niedrigen Dosierung einen Einfluss auf die Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem. So werden Symptome wie Benommenheit, Kopfschmerzen und Übelkeit beschrieben.
Da es laut BfR bisher nicht genügend Informationen über die Verzehrmengen von Pflanzendrinks bei Kindern gibt, wurden Daten zum Kuhmilchverzehr zugrunde gelegt. Zudem beruhten die Auswertungen auf der Annahme, dass jeweils nur eine Art Pflanzendrink Kuhmilch ersetzt. Das Institut weist darauf hin, dass Schimmelpilzgifte auch in anderen Lebensmitteln wie Getreide, Obst, Gemüse, Nüssen oder Kakao vorkommen können. Generell helfe eine vielfältige, abwechslungsreiche Ernährung, um die Aufnahme unerwünschter Stoffe möglichst niedrig zu halten.











