
17.02.2026 – 16:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer gegen E-Autos wettert, nutzt meist das ewige Argument: Es gebe zu wenig Ladesäulen. Doch eine Analyse räumt mit diesem Vorurteil jetzt gründlich auf. Die Daten zeigen: Die Infrastruktur ist der Nachfrage längst enteilt.
Die Angst vor dem leeren Akku ist unbegründet. Neue Zahlen des Energieversorgers Eon belegen: Deutschland baut sein Netz längst schneller aus, als Kritiker es wahrhaben wollen. Das Märchen vom Ladesäulen-Mangel ist am Ende.
Die Fakten sind eindeutig. Brüssel schreibt eine Ladeleistung von 1,3 Kilowatt pro Elektroauto vor. Deutschland liefert jedoch bereits 4,1 Kilowatt. Damit übererfüllt die Bundesrepublik das Ziel um das Dreifache. Fast 191.000 öffentliche Ladepunkte stehen bereit. Die Infrastruktur bremst den Umstieg nicht. Sie ist ihm weit voraus.
Und dieses Überangebot hat seinen Preis. Denn die meisten Fahrer laden in der eigenen Garage. Öffentliche Säulen stehen deshalb oft tagelang leer. Für die Betreiber ist das ruinös: Weil die Kunden fehlen, schnellen die Kosten in die Höhe. Deutschland baut ein Milliarden-Grab am Straßenrand.
Während in Deutschland über Elektroautos gestritten wird, findet die echte Revolution leise statt. Bislang fahren zwar nur 2,6 Prozent der Nutzfahrzeuge elektrisch, doch diese kleine Gruppe bewirkt Gewaltiges: Knapp 109.000 E-Lkw und -Transporter sparen bereits fast eine Million Tonnen CO2 pro Jahr ein.
Insbesondere schwere E-Lastwagen sind die effektivsten Klimaschützer der Straße. Und das rechnet sich laut Eon bereits doppelt. Denn viele E-Lkw sind schon heute wirtschaftlich so konkurrenzfähig wie Diesel-Modelle.
Doch die Wende findet nicht nur in der Logistik statt. Auch im Alltag der Privatfahrer sind die Stromer längst angekommen. Bereits zwei Millionen Elektroautos rollen durch Deutschland. Sie senken den CO2-Ausstoß jährlich um 4,2 Millionen Tonnen. Würden sie alle mit reinem Ökostrom laden, läge die Ersparnis sogar bei 6,4 Millionen Tonnen.
Die Zahlen entlarven die Debatte als Scheingefecht. Wer heute noch den Mangel an Säulen beklagt, kämpft gegen Geister der Vergangenheit. Das Netz ist der Nachfrage längst enteilt. Wer jetzt noch zögert, tut das nicht wegen der Infrastruktur. Er tut es trotz ihr.










