
Erste Zwischenbilanz
700.000 Jecke feiern am Zug – 155 Rettungseinsätze
16.02.2026 – 18:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Stunden lang zieht der Rosenmontagszug durch Düsseldorf. Wagenbauer Jacques Tilly lässt sich von Moskau nicht einschüchtern. Für fünf Personen endet der Tag im Krankenhaus.
Rund 700.000 Jecken haben nach Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. (CC) den Rosenmontagszug in der Landeshauptstadt gefeiert. Der Umzug stand unter dem Motto „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“.
Etwa 11.000 Karnevalisten zogen mit 124 Wagen und 116 Fußgruppen durch die Stadt. Die bunte Parade begleiteten 21 Musikkapellen und sechs Musikwagen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die satirischen Mottowagen von Jacques Tilly. Der Düsseldorfer Künstler wird wegen früherer Darstellungen des russischen Präsidenten in Moskau gerichtlich verfolgt.
Als Reaktion gestaltete Tilly einen speziellen Wagen. Dieser zeigte Putin, der mit einem großen Schwert den Hoppeditz aufspießt. Die Karnevalsfigur nimmt es mit Humor und schlägt den russischen Präsidenten mit einer rot-weißen Narrenpritsche auf den Kopf. Ein weiterer Mottowagen thematisierte den Fall Jeffrey Epstein. Auf den Flügeln der Teufelsfigur stand die Aufschrift „Alle schützen die Täter! Alle ignorieren die Opfer!“
Das Ordnungsamt führte während des Rosenmontags 493 Jugendschutzkontrollen durch. Bei 147 Kontrollen vernichteten Minderjährige ihren illegal mitgeführten Alkohol. Drei hilflose Minderjährige wurden von Einsatzkräften des Ordnungsamtes an die Sanitäter übergeben.
Bis 15 ahndete das Ordnungsamt nur einen Fall von „Wildpinkeln“. Diese Ordnungswidrigkeit kostet 150 Euro plus Verwaltungsgebühren. Die Verkehrsüberwachung musste bis 15 Uhr trotz ausreichender Beschilderung am Zugweg 58 Fahrzeuge aus dem Parkverbot abschleppen lassen.
Ebenfalls bis 15 Uhr leisteten die Sanitätsdienste siebenmal Hilfeleistung in den Unfallhilfestellen am Zugweg. Fünf Patienten mussten ins Krankenhaus transportiert werden. Der städtische Rettungsdienst sowie der veranstaltungsbezogene Sanitätsdienst hatten – wie bei Großveranstaltungen üblich – bis 15 Uhr mit 155 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet zu tun. Das entspricht in etwa der Zahl aus dem Vorjahr (153 Einsätze).











