
Freigabe durch den Staat
Hapag-Lloyd plant Übernahme israelischer Reederei
15.02.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Hapag-Lloyd führt Gespräche zur kompletten Übernahme einer israelischen Reederei. Für den Abschluss des internationalen Deals sind noch mehrere behördliche Freigaben erforderlich.
Die nach Transportmenge größte deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd hat Verhandlungen zur Übernahme eines israelischen Wettbewerbers aufgenommen. Der Vorstand führe fortgeschrittene Verhandlungen über einen möglichen Erwerb sämtlicher Anteile an der Zim Integrated Shipping Services Limited, teilte das Unternehmen mit.
Bislang seien keine bindenden Vereinbarungen abgeschlossen worden, hieß es weiter. Erforderliche Zustimmungen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie der Gremien der Vertragspartner stünden noch aus. Zudem sei die Freigabe des Staates Israel aufgrund von Sonderrechten in der Satzung von Zim erforderlich.
Der mögliche Kaufpreis ging aus der Mitteilung nicht hervor. Hapag-Lloyd hatte im Geschäftsjahr 2025 wegen gesunkener Preise einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag vorläufig bei einer Milliarde Euro. 2024 hatte der Wert noch bei 2,6 Milliarden Euro gelegen.
Zim ist eine international tätige israelische Reederei mit eigener Containerschiff-Flotte. Der Hauptsitz befindet sich in der israelischen Hafenstadt Haifa. Seit 2021 ist Zim an der New Yorker Börse notiert. Das Unternehmen unterhält ein weltweites Netzwerk von Seerouten.











