
Krimi bei Olympia
Gala im Skeleton: Zwei Medaillen für Deutschland
Aktualisiert am 14.02.2026 – 21:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Gleich mehrere deutsche Athletinnen haben vor dem letzten Durchgang noch Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen. Für gleich zwei klappt es.
Triumph im Eiskanal: Das deutsche Team verbessert seine Bilanz im Medaillenspiegel weiter. Am Samstagabend holten gleich zwei deutsche Athletinnen Edelmetall im Skeleton: Bei der Gold-Fahrt der Österreicherin Janine Flock gewann Susanne Kreher Silber, Bronze ging an ihre Teamkollegen Jacqueline Pfeifer, Hanna Neise wurde Vierte.
Mit einer Hypothek von 0,21 Sekunden auf Flock war Kreher in den Finallauf gegangen. Ein großer Rückstand, doch mit den Erinnerungen an Pyeongchang 2018 nicht unaufholbar. Damals lag Flock nach drei Läufen vorn, rutschte im Finale noch auf Platz vier ab. Doch dieses Mal erlaubte sich die 36-Jährige keinen Fehler und siegte souverän.
Kreher zeigte die stabilste Leistung des deutschen Trios, doch zu einem zweiten Coup nach ihrem überraschenden WM-Gold von 2023 reichte es diesmal nicht. Die Sächsin, eine frühere 400-Meter-Läuferin, ist noch ohne Weltcup-Sieg und hatte sich erst im letzten Moment auf ihrer Heimbahn in Altenberg für die Spiele in Italien qualifiziert.
Die 27-jährige ging ihr Olympia-Debüt an wie damals beim Coup im Skeleton-Mekka im Schweizer Engadin. „Entspannt und mit Freude“, betonte die Sächsin aus Annaberg-Buchholz. Dabei löste sie erst beim Weltcup-Finale auf der Heimbahn in Altenberg mit Platz im allerletzten Moment das Olympia-Ticket. Tränen flossen. Gewonnen hat sie im Weltcup noch nie. Nun kämpfte sie zwischenzeitlich sogar um Gold mit.
Die deutsche Bilanz im neuen Eiskanal von Cortina wurde damit auf neun Medaillen aufgebessert. Im Skeleton-Wettbewerb der Männer hatten Axel Jungk (Silber) und Christopher Grotheer (Bronze) Edelmetall gewonnen. Zuvor hatte das Rodel-Team insgesamt fünf Medaillen abgeräumt. Die Skeleton-Wettbewerbe enden am Sonntag mit der olympischen Premiere der Team-Staffel.









