
Bilanz zeigt Einbußen im Ausland
Aldi Nord meldet Millionenverlust
13.02.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Überraschende Zahlen von Aldi Nord. Der Discounter meldet für das Jahr 2024 rote Zahlen. Doch ein genauerer Blick auf die Geschäftsentwicklung lohnt sich.
Die Aldi Nord-Holding Stiftung & Co. KG verzeichnet für das Jahr 2024 einen Nettoverlust von 839 Millionen Euro. Das berichtet die „Lebensmittel Zeitung“. Doch müssen die Zahlen angesichts neuer Bilanzregeln und massiver Investitionen zurückhaltend bewertet werden. So stieg der Umsatz von Aldi Nord im Jahr 2024 in Deutschland um rund 2,7 Prozent.
Der Konzern teilte mit: „Der ausgewiesene Jahresfehlbetrag des Konzernabschlusses entsteht fast vollständig durch nicht zahlungswirksame, gesetzlich vorgeschriebene Wertminderungen einzelner Standorte. Diese spiegeln keine operative Schwäche wider.“
Hintergrund ist ein neues Bilanzierungsverfahren nach IFRS („International Financial Reporting Standards“). Die Standards dienen dazu, eine internationale Vergleichbarkeit der Kennzahlen herzustellen.
Aldi Nord investierte 2024 massiv im Ausland, im Inland setzte der Discounter auf neue Filialen, die in Stadtlagen über den Geschäften auch Wohnungen vorsehen. So kommt es massiv zu Abschreibungen.
Allein in Deutschland nahm sich Aldi laut „Lebensmittel Zeitung“ jährlich rund 100 Immobilien vor, um sie zu modernisieren, zu erweitern oder neu zu bauen. Die Abschreibungen beliefen sich 2024 auf Konzernebene auf 2,1 Milliarden Euro, davon entfielen rund 1,4 Milliarden Euro auf Sachanlagen – unter anderem Immobilien.
Aldi Nord ist neben Deutschland in acht weiteren Ländern aktiv: Belgien, Luxemburg, Niederland, Polen, Frankreich, Portugal und Spanien. Insgesamt zählt der Konzern nach eigenen Angaben rund 88.000 Beschäftigte.
Der Prozess hatte bereits im vergangenen Jahr begonnen. Zu den Gründen äußerte sich der Konzern nicht konkret. Aldi Süd setze seit jeher auf schlanke Strukturen und Prozesse und entwickele diese kontinuierlich weiter, heißt es.
In der Deutschlandzentrale von Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr sind 2.000 Menschen beschäftigt, bundesweit sind es 50.000. Der Discounter betreibt hierzulande rund 2.000 Filialen und gehört zu den größten Lebensmittelhändlern des Landes.








