
Das Theatrium, der zentrale Veranstaltungsbereich der Aida-Schiffe, das sich über die Decks 9 bis 11 erstreckt, ist für die Vergoldungsarbeiten eingerüstet. Es riecht nach Farbe und Kleber für die Teppichböden, Wände werden abgeschliffen. Noch ist die Bühne vollgestellt mit Maschinen und Werkzeugkisten der Polsterer. Es wird mehr Sitzbereiche mit Lehnen und Couches geben sowie eine diskretere Farbgebung. „Nicht mehr das Kunterbunte der 90er-Jahre“, so Stefan Weder.
Besonders in den Restaurants wird gewerkelt. Auf Deck 11 entstehen unter anderem das Restaurant „East Fusion“, die „Tokyo Bar“ und das „French Kiss“. Zudem wird das von „Aida Nova“ und „Aida Cosma“ bekannte Buffet-Restaurant „Yacht-Club“ auf den modernisierten Schiffen eingeführt.
Einige bekannte Bereiche erhalten neue Namen und Konzepte. Aus der „Anytime Bar“ wird der „Ocean Club“, die bisherige Sushi Bar wird zur Tapas Bar, die „Aida Lounge“ künftig zur „Panorama Lounge und Bar“.
Besonders im Spa-Bereich wird das neue Farbkonzept deutlich: Mehr Beige- und Grüntöne wie auf den neueren Schiffen und zwei neue Wellness-Suiten pro Schiff. Zudem erweitert Aida das Angebot im höherpreisigen Kabinensegment: Teilweise werden zwei Balkonkabinen zu größeren Suiten zusammengelegt. Gäste dieser Kategorie erhalten Zugang zu zusätzlichen, exklusiven Bereichen.
Aida Cruises investiert nach Unternehmensangaben bis 2028 einen dreistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung der Schiffe. Erst 2030 und 2031 soll die Flotte wieder wachsen: Zwei Neubauten sind auf den Fincantieri-Werften in Italien bestellt. Sie sollen kleiner ausfallen als die „Aida Cosma“, der jüngste Flottenzugang.
Ein Teil der ausgebauten Einrichtung wird weiterverwendet oder gespendet. Von den knapp 5.000 ersetzten Möbelstücken gingen viele an Organisationen in Norddeutschland und in die Ukraine. Weitere Stücke – darunter 150 Barhocker, Loungesessel und Strandkörbe – werden bis zum 14. Februar online versteigert. Der Erlös geht an die Organisation „Der Hafen hilft e. V.“.










