
Olympia-Aus für Ukrainer
IOC-Präsidentin weint bei Erklärung für Disqualifikation
12.02.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Skeletonpilot Wladislaw Heraskewytsch darf wegen eines Helms mit Bildern getöteter Sportler nicht bei den Winterspielen starten. Das IOC bleibt nach tagelangen Debatten hart – es gibt aber auch Reaktionen.
Der Wirbel um den ukrainischen Skeletonfahrer Wladislaw Heraskewytsch und seine Disqualifikation von Olympia zieht weite Kreise – und führt zu Emotionen. Unter Tränen hatte IOC-Chefin Kirsty Coventry den Ausschluss von Heraskewytsch erklärt.
„Es geht nicht um die Botschaft, es geht nur um die Regeln und Vorgaben. In diesem Fall müssen wir in der Lage sein, ein sicheres Umfeld für alle sicherzustellen“, sagte Coventry. „Traurigerweise heißt das, dass keine Botschaften erlaubt sind.“
Wladislaw Heraskewytsch war mit dem IOC in Streit geraten, dabei ging es um das Tragen seines Helms mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen. Politische Botschaften sind laut IOC-Regeln an den Wettkampfstätten untersagt. Der 27-Jährige wollte nicht auf das Tragen des vom IOC verbotenen Kopfschutzes verzichten.
Die Dachorganisation hatte Heraskewytsch als Kompromiss angeboten, anstatt des Helms ausnahmsweise einen Trauerflor am Arm zu tragen. Das hatte der Ukrainer abgelehnt. Noch kurz vor der Entscheidung hatte der Ukrainer via Instagram ein Einlenken des IOC und eine Entschuldigung gefordert.
IOC-Sprecher Mark Adams hatte erklärt, dass Heraskewytsch außerhalb des Wettkampfs seinen Helm tragen könne, jedoch nicht auf dem „field of play“, das als „heilig“ betrachtet werde.
Zuspruch hatte Wladislaw Heraskewytsch auch von anderen Mitgliedern der ukrainischen Olympia-Delegation und vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erhalten. Der Skeletonpilot erinnere an den Preis, den die Ukraine in ihrem Abwehrkampf zu zahlen habe, schrieb Selenskyj auf Telegram. Eine solche Wahrheit könne nicht unbequem oder unangebracht sein. Die Ukraine halte sich an den Geist von Olympia, Angreifer Russland nicht.










