
Landtagswahl Baden-Württemberg
Das ist AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier
12.02.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 4 Min.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg geht Markus Frohnmaier für die AfD ins Rennen um das Ministerpräsidentenamt. Wer ist der Mann?
In Baden-Württemberg war bis vor zehn Jahren stets eine Partei die stärkste Kraft: die CDU. Seitdem stellten die Grünen den Ministerpräsidenten. SPD und FDP lagen zumindest in den vergangenen Jahren abgeschlagen dahinter. Doch für die Landtagswahl 2026 zeichnen die Prognosen ein neues Bild: Die SPD rutscht weiter in Richtung Bedeutungslosigkeit, die FDP bangt um den Einzug in den Landtag. Die AfD schafft es in die Top drei.
Spätestens seit der vergangenen Europa- und Bundestagswahl ist klar: Die AfD ist kein Phänomen der ostdeutschen Bundesländer. In Hessen etwa wurde sie drittstärkste Partei bei der Bundestagswahl, in Rheinland-Pfalz gar zweitstärkste, ebenso wie in Baden-Württemberg. Seitdem steigen die Zustimmungswerte für die AfD dort in den Umfragen noch, vor allem in ländlichen Gebieten wird sie immer populärer. Und das, obwohl das Landesamt für Verfassungsschutz den baden-württembergischen Landesverband bereits seit 2022 als rechtsextremistischen Verdachtsfall beobachtet.
Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist Markus Frohnmaier. Im Februar wird er 35 Jahre alt. Geboren wurde Frohnmaier 1991 in der rumänischen Stadt Craiova, in der Region Kleine Walachei. Von 2001 bis 2006 ging er zur Hauptschule Grafenau-Döffingen im Landkreis Böblingen, für den er nun kandidiert.
Danach besuchte er eine Fachschule in Stuttgart und machte dann sein Abitur auf dem Wirtschaftsgymnasium in Calw. 2011 begann Frohnmaier Jura zu studieren an der Eberhardt-Karls-Universität in Tübingen. Doch er brach das Studium ab. Denn schon früh begann Frohnmaier für die AfD in Baden-Württemberg zu arbeiten.
2016 machte die damalige Parteivorsitzende Frauke Petry ihn zu ihrem Pressesprecher, sie nannte ihn ihren „Kampfzwerg“. Als Petry ihr Amt niederlegte, übernahm Alice Weidel Frohnmaier als Pressesprecher. Die beiden teilen sich einen Landesverband. Bis heute gilt er als Weidels Mann im Südwesten.
Bereits 2015 wurde Frohnmaier auch Bundesvorsitzender der Jungen Alternative (JA), der damaligen Jugendorganisation der AfD. 2016 bis 2017 dann Landesvorsitzender der JA-Baden-Württemberg. In dieser Zeit schoss er vor allem gegen die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihre Flüchtlingspolitik kommentierte er so: „Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und zwar nur für das Volk gemacht, denn wir sind das Volk.“










