
Schmuggelversuch
Polizei entdeckt kiloweise Kokain in Sahnetorten
11.02.2026 – 13:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine mutmaßliche Bande soll über 30 Kilogramm Kokain in Sahnetorten von Berlin nach Prag geschmuggelt haben. In Tschechien ist Kokain deutlich teurer.
Die tschechische Polizei hat eine mutmaßliche Drogenbande ausgehoben, die Kokain auf raffinierte Weise in Sahnetorten versteckt haben soll. Mehr als 30 Kilogramm des Rauschgifts seien auf diesem Weg von Berlin nach Prag transportiert worden, teilte eine Sprecherin der Anti-Drogen-Zentrale der tschechischen Polizei mit.
Die Schmuggler hätten die Torten mit Schlagsahne dekoriert, um sowohl den Inhalt als auch den Schnitt zu verbergen, führte die Sprecherin aus. In Kuchenkartons verpackt seien die präparierten Backwaren jeweils einzeln von Kurieren per Reisebus von der deutschen in die tschechische Hauptstadt gebracht worden.
Jede Torte enthielt laut Polizei einen Kokain-Ziegel von etwa einem Kilogramm. Die Bande habe sich dabei das Preisgefälle zwischen den beiden Ländern zunutze gemacht. Der erzielbare Schwarzmarktpreis für Kokain liege in Tschechien deutlich höher als in Deutschland, erklärten die Ermittler.
Unter den Verdächtigen befinden sich nach Polizeiangaben sieben Ausländer und ein tschechischer Staatsbürger. Fünf Personen sitzen bereits in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von bis zu 18 Jahren, sagte die Sprecherin. Zur Staatsangehörigkeit der ausländischen Verdächtigen machte die tschechische Polizei aus rechtlichen Gründen keine Angaben.
Bei mehreren Razzien seien größere Mengen Drogen, umgerechnet rund 20.000 Euro Bargeld, ein Auto und mehrere Luxusuhren sichergestellt worden, teilte die Anti-Drogen-Zentrale mit.











