
Ergreifender Olympia-Moment
Eiskunstläufer gedenkt verunglückten Eltern mit Foto
11.02.2026 – 10:32 UhrLesedauer: 2 Min.
US-Eiskunstläufer Maxim Naumov erinnert bei Olympia an seine Eltern, die ihn einst trainierten und auf tragische Weise ums Leben kamen.
Rührende Geste bei den Olympischen Spielen: Der amerikanische Eiskunstläufer Maxim Naumov hat mit einem Familienfoto an seine vor einem Jahr tödlich verunglückten Eltern erinnert. Nach seinem Auftritt im Kurzprogramm in Mailand hielt der 24-Jährige ein Bild in die Kamera, das ihn als dreijährigen Jungen bei seinem ersten Gang aufs Eis mit seinen Eltern zeigt.
Die ehemaligen Paarlauf-Weltmeister Jewgenija Schischkowa und Wadim Naumow waren im Januar 2025 bei einem Flugzeugabsturz in Washington ums Leben gekommen. „Ich hatte das Gefühl, dass sie mich heute begleitet haben“, sagte Naumov. „Ich konnte ihre Unterstützung förmlich spüren, fast wie eine Schachfigur auf einem Schachbrett, von einem Element zum nächsten.“ Zu Chopins „Nocturne Nr. 20“ hatte er sein Programm gelaufen. Mit 85,65 Punkten erreichte Naumov seine Saisonbestleistung und qualifizierte sich für das Kürfinale am Freitag.
Am Ende seiner Darbietung sank Naumov auf die Knie. Tränen schossen ihm in die Augen. Die Zuschauer jubelten und brachten ihre Anteilnahme zum Ausdruck. „Ich landete am Ende auf den Knien und wusste dann nicht, ob ich weinen, lächeln oder lachen sollte“, sagte der US-Amerikaner. „Alles, was ich machen konnte, war nach oben zu blicken und zu sagen: ‚Schaut, was wir gerade geschafft haben.'“ Im Kurzprogramm belegte Naumov Platz 14. Deutlich in Führung liegt der amerikanische Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin.
Zum Foto mit seinen Eltern sagte Naumov: „Ich trage es bei mir, damit ich es nie vergesse. Sie sind genau hier. Es ist buchstäblich hier auf meiner Brust, auf meinem Herzen.“ Er hätte sich gewünscht, mit seinen Eltern gemeinsam in der „Kiss-and-Cry“-Zone auf die Bewertungen zu warten. „Sie verdienen es, direkt neben mir zu sitzen, so wie sie es immer getan haben.“
Seine Eltern hatten ihn trainiert und auf die Olympischen Winterspiele vorbereitet. Für Russland waren sie bei Olympia Fünfte (1992) und Vierte (1994) geworden. 1994 feierten sie mit dem Titel bei den Weltmeisterschaften ihren größten Erfolg. Später arbeiteten sie in den USA als Trainer.
Bei dem Flugzeugabsturz vor rund 13 Monaten waren 67 Passagiere ums Leben gekommen. Darunter befanden sich 28 Mitglieder der US-Eiskunstlauffamilie. Sie waren auf dem Rückweg von den nationalen Meisterschaften und einem Nachwuchstrainingscamp aus Wichita (Kansas) nach Washington unterwegs.











