
Vergewaltigte er sein Tinder-Date?
Marius Borg Høiby widerspricht sich vor Gericht – und bittet um Pause
10.02.2026 – 17:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Am fünften Prozesstag geht es um den schwersten der Vorwürfe im Prozess gegen Marius Borg Høiby. Er bestreitet, eine Frau während eines Surf-Trips vergewaltigt zu haben.
Bei einem gemeinsamen Surfurlaub im Oktober 2023 mit Kronprinz Haakon auf den Lofoten hatten sich Marius Borg Høiby und das mutmaßliche Opfer auf der Dating-App Tinder kennengelernt. Sie sollen erst einen Filmabend besucht und dann in einer Gruppe gefeiert haben. Danach sollen sie sich in ein Zimmer der Wohnung, die sich das mutmaßliche Opfer mit Freunden geteilt hatte, zurückgezogen haben.
Die gemeinsame Nacht endet nun in einem Vergewaltigungs-Prozess – mit Høiby auf der Anklagebank. Er wird beschuldigt, die Frau vergewaltigt zu haben, während sie schlief. Außerdem soll er knapp fünf Sekunden lang ihren nackten Unterleib gefilmt haben.
Das mutmaßliche Opfer sagt am Dienstag laut der norwegischen Tageszeitung „VG“ aus, sie und Høiby hätten zunächst mehr als einmal einvernehmlichen Sex gehabt. Er habe zwischendurch mehrfach den Raum verlassen und sie sei eingenickt, weil sie so müde gewesen sei. Einmal sei sie aufgewacht, als er das Zimmer wieder betreten habe – danach hätten sie erneut Sex gehabt.
Einmal aber sei sie erst zu sich gekommen, als er schon in sie eingedrungen sei. „Ich erinnere mich, wie ich aufgewacht bin und einen kleinen Schock bekommen habe“, schildert sie. „Danach lag ich einfach nur da und habe nichts getan. Ich war wie gelähmt und hatte die Augen geschlossen. Als ich wieder zu mir kam, war es vorbei.“
Høiby bestreitet die Vergewaltigung. Er sagt vor Gericht: „Ich werde hier beschuldigt, mit ihr Sex gehabt zu haben, ohne dass sie wach war. Was um alles in der Welt sollte der Sinn davon sein?“ Zusätzlich betont er: „Ich habe keinen Sex mit Frauen, die schlafen.“
Das steht allerdings im Widerspruch zu einer Aussage vom dritten Prozesstag. Darauf weist ihn der Staatsanwalt hin. „Erinnern Sie sich, dass Sie vorige Woche gesagt haben, dass Sie mit einer Frau vereinbart hatten, dass Sie den Sex beenden können, während sie schläft?“ Høiby entgegnet, dass es sich dabei um ein spezifisches Ereignis gehandelt habe.










