
Schutz fürs Gehirn
Frauen, die sich so ernähren, erleiden seltener einen Schlaganfall
Aktualisiert am 10.02.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Schlaganfälle treffen Frauen besonders häufig – vor allem nach den Wechseljahren. Eine große Langzeitstudie zeigt, mit welcher Ernährungsform sich das Risiko senken lässt.
Ein Schlaganfall zählt zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen. Vorbeugen lässt sich einem solchen Ereignis durch die Kontrolle von Risikofaktoren und einen gesunden Lebensstil. Dass die Ernährung dabei eine entscheidende Rolle spielt, berichten nun Forscher aus den USA.
Ihre neue Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Neurology Open Access“, belegt einen klaren Zusammenhang zwischen mediterraner Ernährung und einem geringeren Schlaganfallrisiko bei Frauen.
Für die Untersuchung wertete ein Forschungsteam Daten aus der „California Teachers Study“ aus. An der Studie nahmen 105.614 Frauen teil, die zu Beginn zwischen 38 und 67 Jahre alt waren und noch keinen Schlaganfall erlitten hatten. Alle arbeiteten als Lehrerinnen oder Verwaltungsangestellte.
Zu Studienbeginn beantworteten die Teilnehmerinnen ausführliche Fragebögen zu ihren Essgewohnheiten und Portionsgrößen im vergangenen Jahr. Die Forscher berechneten daraus, wie konsequent sich jede Frau an die mediterrane Ernährung hielt. Dafür nutzten sie ein Punktesystem von null bis neun.
Die Mittelmeerdiät setzt vor allem auf pflanzliche Lebensmittel und gesunde Fette. Sie empfiehlt viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch, Nüsse und Olivenöl. Fleisch und Milchprodukte spielen nur eine untergeordnete Rolle, Alkohol wird in moderaten Mengen konsumiert. Stark verarbeitete Lebensmittel und gesättigte Fette stehen kaum auf dem Speiseplan.
Für einen hohen Punktwert erhielten die Frauen Pluspunkte für einen hohen Verzehr pflanzlicher Lebensmittel und Fisch sowie für wenig Fleisch und Milchprodukte. Ein höherer Wert bedeutete eine stärkere Orientierung an der mediterranen Ernährung.
Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 20 Jahren zeigten sich klare Unterschiede. Frauen, die sich besonders konsequent mediterran ernährten, erlitten insgesamt 18 Prozent seltener einen Schlaganfall als Frauen mit niedrigen Punktwerten.
Das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall sank um 16 Prozent. Diese häufigste Schlaganfallform entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn verstopft und Nervenzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Besonders auffällig war der Effekt bei hämorrhagischen Schlaganfällen, die durch eine Hirnblutung entstehen. Hier lag das Risiko sogar um 25 Prozent niedriger.











