
Verdi setzt Ausstand fort
Neue Streiks an Unis, Kliniken und Behörden
Aktualisiert am 10.02.2026 – 07:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Verdi setzt den Arbeitskampf fort. Die Beschäftigten der Uniklinik und weiterer Einrichtungen streiken am Dienstag.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat für kommenden Dienstag (10. Februar) zu einem ganztägigen landesweiten Warnstreik in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Der Ausstand findet im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Länder statt. Betroffen sind davon auch zahlreiche Einrichtungen in Köln.
Besonders früh beginnt der Streik an der Universitätsklinik Köln. Dort sind die Beschäftigten bereits ab Montag (9. Februar) für 48 Stunden zum Warnstreik aufgerufen. Am Dienstag kommen dann die Bezirksregierung Köln, die Hochschulen, Straßen.NRW und die Staatsanwaltschaft Köln hinzu.
Laut ver.di ist in den Universitätskliniken mit Ausfällen von planbaren Behandlungen und Operationen zu rechnen. Die Gewerkschaft betont, dass entsprechende Notdienstvereinbarungen bereits abgeschlossen wurden.
Erhebliche Einschränkungen drohen auch im Straßenverkehr. Am 10. Februar streiken Beschäftigte im Kontrollraum der Landesverkehrszentrale von Straßen.NRW. Zwischen 5.30 Uhr und 14 Uhr ist mit der Sperrung von fünf Tunneln zu rechnen, darunter der Kiesbergtunnel (L70), der Tunnel Velbert-Langenberg (L107) und der Tunnel Engelbert (L666n).
„Wir machen vor Beginn der Karnevalstage im Rheinland nochmal gemeinsam Druck auf der Straße“, sagt Tjark Sauer, Bezirksgeschäftsführer von ver.di Köln-Bonn-Leverkusen. „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der am Mittwoch beginnenden dritten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde der Länder mehr anbieten als einen Inflationsausgleich und einen Schnaps.“
Ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 11. Februar in Potsdam.










