
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) nannte die Entscheidung der Opel-Muttergesellschaft „bedauerlich – auch für den Standort Deutschland und Rheinland-Pfalz“. „Es ist eine strategische Unternehmensentscheidung, die ich mir natürlich anders gewünscht hätte.“ Er gehe davon aus, dass es schnell neue Interessenten für die Fläche geben werde, auf der eigentlich die Batteriezellenfabrik gebaut werden sollte.
Andere Beispiele geben ihm recht. Vor Jahren sagte BMW den Bau einer Fabrik nahe Berlin am Standort Grünheide ab. Jahre später zog der US-Autobauer Tesla in dem bereits erschlossenen Gebiet in Rekordzeit seine Gigafactory hoch.
Auch in Kaiserslautern sprach Stellantis stolz von einer Gigafactory. Deutsche Autobauer wie Mercedes wollten dort Batterien für ihre Fahrzeuge bauen. Doch bleibt der E-Boom vorerst aus.
Die Konzernleitung setzte auf einen forcierten Ausbau der E-Auto-Sparte. Vorige Woche wurde die E-Offensive abgesagt. Neben dem Werk in Kaiserslautern wurde auch eine Batteriefabrik in Italien gestrichen. Nur ein bereits gebautes Werk bleibt bestehen.
Der deutsche Staat wollte den Bau der Fabrik mit mehr als 437 Millionen Euro fördern. Der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte bei der Zusage der Fördergelder vor fünf Jahren: „Wir wollen, dass die innovativsten, nachhaltigsten und effizientesten Batterien aus Deutschland und Europa kommen.“ Daraus wird vorerst nichts.










