
An der Zapfsäule
E10 getankt: Ist eine Fehlbetankung wirklich schädlich?
Aktualisiert am 09.02.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Frisch den Tank befüllt und dann der Schock: Statt E5 ist E10 im Benziner gelandet. Drohen dadurch Schäden am Fahrzeug? Ein Überblick.
Manchmal muss es an der Zapfsäule schnell gehen. Ungünstig nur, wenn in der Eile das falsche Benzin im Tank endet. Während man Diesel und Benzin auf keinen Fall verwechseln darf, ohne große Schäden an der Einspritzanlage und dem Motor anzurichten, ist der Unterschied zwischen E5 und E10 nicht ganz so dramatisch. Doch wie handelt man bei einer Fehlbetankung richtig?
Während das übliche Superbenzin fünf Prozent Ethanol bzw. Bioethanol enthält, beinhaltet E10 entsprechend seiner Kennzeichnung zehn Prozent des Alkohols aus Biomasse. Das Ziel: weniger CO₂-Emissionen.
Landet E10 statt E5 im Benzintank, ist das laut ADAC kein Problem – zumindest, wenn das Fahrzeug auch für E10 zugelassen ist. Das Bundesumweltministerium hat dazu eine Liste mit Kraftfahrzeugen zusammengestellt, die E10-tauglich sind. Dazu gehören unter anderem alle Nutzfahrzeuge, die 2010 oder später gebaut wurden.
Ist das Fahrzeug nicht für E10 ausgelegt, sind die Sorgen nicht ganz unbegründet. Verbrennt der Motor das E10, kann sich das entstehende Ethanolat als Salz korrosiv auf ältere Motorbauteile auswirken, sie also zerstören. Auch Dichtungen und Leitungen können Schaden nehmen. Das gilt aber nur dann, wenn die Fahrzeuge nicht mit E10 fahren dürfen. Die Schäden können tausende Euro umfassen.
Falls Ihnen das Malheur noch während des Tankvorgangs auffällt und noch keine großen Mengen E10 geflossen sind: Bewahren Sie Ruhe, vermeiden Sie es aber, den Motor zu starten. Laut ADAC reicht es bei Benzinern, den Tankvorgang zu unterbrechen und einfach mit E5 weiter zu tanken, E5 und E10 also zu mischen.
Ist der Tank bereits mit E10 gefüllt, sollte er am besten ausgepumpt werden. Sie sollten davor keinesfalls die Zündung betätigen oder den Motor starten. Dann könnte das gesamte Einspritzsystem einen teuren Schaden nehmen.
Wer sich unsicher ist, sollte die Bedienungsanleitung des Herstellers zurate ziehen. Darin stehen genauere Anweisungen, wie man nun vorgehen sollte.











