
Bei Olympia-Eröffnungsfeier
JD Vance ausgebuht – US-Fernsehen zensiert Übertragung
Aktualisiert am 08.02.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Während der Übertragung der Eröffnungsfeier wird der republikanische Politiker eingeblendet. Es folgt eine deutliche Reaktion – die aber nicht überall zu hören ist.
Die Szene wird weiter heiß diskutiert, auch am zweiten Tag der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo noch. Hat der US-Fernsehsender NBC, der seit Jahrzehnten schon die Olympischen Sommer- und Winterspiele in den USA überträgt, während der Live-Sendung von der Eröffnungsfeier am Freitag die Ausstrahlung manipuliert?
Im Mittelpunkt: US-Vizepräsident JD Vance und seine Ehefrau Usha, die beim Einlauf der US-Sportler auf der Tribüne im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion eingeblendet wurden. Sofort waren im Stadion laute Pfiffe und Buhrufe aus Teilen des Publikums hörbar. Für die Journalisten und Reporter vor Ort, für die Zuschauer im deutschen Fernsehen und in anderen Ländern – aber nicht in den USA. NBC schnitt die Buhrufe offenbar aus der Übertragung heraus, als der Politiker eingeblendet wurde, sagte ein Kommentator einzig: „Vizepräsident JD Vance.“ Das Weiße Hause teilte den Ausschnitt später bei X.
Der kanadische Sender CBC dagegen zeigte die Szene ungekürzt. Ein Kommentator sagte hörbar irritiert: „Da ist Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha – ups, das sind eine Menge Buhrufe.“ Und weiter wurde bemerkt: „Pfeifen, Spott, etwas Applaus.“ Auch die t-online-Reporter Melanie Muschong und Benjamin Zurmühl bestätigten vor Ort, dass Vance klar negativ empfangen wurde.
Laut der britischen Tageszeitung „The Guardian“ dementierte NBC, die Übertragung bearbeitet zu haben. Es wäre nicht das erste Mal, dass solche Szenen für das amerikanische Fernsehpublikum gefiltert werden. Bereits bei den US Open im vergangenen September hatten die Turnierorganisatoren die Sender gebeten, keine negativen Publikumsreaktionen zu zeigen, als Donald Trump das Männerfinale besuchte. In einer internen Mitteilung hieß es, man solle „jegliche Störungen oder Reaktionen im Zusammenhang mit der Anwesenheit des Präsidenten“ vermeiden. Trump wurde im Stadion in New York trotzdem ausgebuht.











