
„Bin nicht der Vermisser-Typ“
Thomas Müller über sein neues Leben in Kanada
07.02.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein neues Kapitel im Umfeld von Thomas Müller sorgt für Aufmerksamkeit. Der Fußballer äußert sich dazu, wie er das politische Engagement seiner Frau einschätzt und begleitet.
Thomas Müller gibt üblicherweise nur wenig Einblick in sein Privatleben. In dem hat sich zuletzt jedoch einiges getan, denn der Fußballspieler ist im Sommer 2025 aus beruflichen Gründen nach Kanada gezogen, wo er nur für die Vancouver Whitecaps spielt. Damit trennen ihn und seine Frau Lisa Müller, die in Oberbayern geblieben ist, inzwischen etwa 8.000 Kilometer Luftlinie. Auch die Dressurreiterin hat beruflich etwas Neues gewagt und ist inzwischen politisch aktiv, wozu sich nun ihr Ehemann äußert.
In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ spricht der Weltmeister über den kürzlichen Eintritt seiner Frau bei der CSU. Auf die Frage, ob er die Partei wähle, reagiert Müller ausweichend, stellt aber zugleich klar, wie sehr er den Einsatz seiner Frau unterstützt. „Netter Versuch, aber meine Wahlentscheidung behalte ich für mich. Ich finde es sehr gut, wie engagiert Lisa ist und sich dort reinarbeitet. Ich unterstütze ihr Vorhaben absolut.“
Das Thema Politik sei bei der 36-Jährigen schon immer sehr präsent gewesen, ihr mache es viel Spaß und sie habe einiges drauf. „Das Ganze ist kein PR-Gag. Sie ist an den inhaltlichen Themen sehr interessiert“, so Thomas Müller. Für ihn stehe weniger die Partei im Mittelpunkt als die Ernsthaftigkeit, mit der seine Frau das neue Feld angeht.
Auf die Frage, ob er sein altes Leben in Bayern nicht vermisst, erklärt der frühere Nationalspieler: „Ich bin nicht so der Heimweh- oder Vermisser-Typ, war ich noch nie.“ Der Abschied aus Deutschland sei ihm zwar dennoch nicht leichtgefallen, doch er habe die Entscheidung sehr bewusst getroffen.
Müller berichtet, dass er vor dem Schritt ins Ausland eine klassische Abwägung vorgenommen habe. „Bevor ich die Entscheidung traf, nach Vancouver zu wechseln, habe ich eine Liste mit Vor- und Nachteilen gemacht. Daher war mir klar, dass es auch Dinge geben wird, die einem nicht so schmecken, gerade bei der enormen Distanz nach Hause. Doch ich war schon immer jemand, der mit der Realität gut klarkommt. Zu meiner Zeit in Vancouver gehört es jetzt eben, dass ich meine Frau und die Pferde nur selten um mich habe.“











