
Das Baby lag im selben Zimmer
Urteil über besonders schwere Vergewaltigung
Aktualisiert am 07.02.2026 – 11:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Über Jahre hinweg betäubte ein 44-Jähriger Frauen und vergewaltigte sie. Nun hat das Landgericht Frankfurt entschieden.
Ein Serienvergewaltiger wurde am Freitag in Frankfurt zu 14 Jahren Haft verurteilt. Das Landgericht Frankfurt sprach ihn unter anderem des mehrfachen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und besonders schwerer Vergewaltigung schuldig. Da der Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle, wurde zudem Sicherheitsverwarnung angeordnet.
Mehr als drei Jahre lang hatte der chinesische Staatsangehörige im Rhein-Main-Gebiet sowie in Nürnberg, Göttingen und Mannheim Frauen massiv betäubt und sie dann über Stunden vergewaltigt. Laut dem Urteil hatte die Serie Anfang 2021 begonnen. Bei einer der Vergewaltigungen lag das Baby des Opfers im selben Zimmer.
Insgesamt wurden dem Mann 22 Taten vorgeworfen. Unter anderem soll er in acht Fällen Frauen verschreibungspflichtige Schlafmittel verabreicht haben. In sieben Fällen soll er bei der Dosierung der Medikamente wissentlich Lebensgefahr seiner Opfer in Kauf genommen haben.
Zunächst stammten die Opfer des Mannes aus seinem Freundes-, Kollegen- oder Bekanntenkreis. Laut Urteil gab er ihnen etwa Pralinen oder Getränke, die er mit einem Schlafmittel versetzt hatte. Als die Frauen bewusstlos waren, verabreichte er ihnen weitere Mitteln und versetzte sie so teils in tiefe Narkose.
Später nahm der 44-Jährige zudem Kontakt zu ihm unbekannten Frauen auf, die Wohnungen oder Zimmer vermieteten. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf die Anklage berichtet, sah sich der Mann zu diesem Schritt gezwungen, weil ihn der Mann einer Kollegin beinahe überführt habe.
Der Vergewaltiger betäubte die Unbekannten, indem er ein mit einem Narkosemittel getränktes Tuch in ihr Gesicht hielt. So ging er auch bei seinem letzten Opfer vor. Die junge Frau aus Mannheim war am Tattag für zwölf Stunden bewusstlos. Als sie wieder zu sich kam, rief sie die Polizei. Knapp drei Monate später wurde der Täter festgenommen.
Laut Urteil filmte er die Taten und teilte die Aufnahmen – versehen mit prahlerischen Bemerkungen – später im Chat mit Gleichgesinnten. Die Ermittler stellten insgesamt mehr als 167.000 Fotos und Videos sicher.
Vier der Frauen brachte der Mann durch die Sedierung in Todesgefahr. Zwei der Opfer konnten sich nicht mehr an die Taten erinnern und erfuhren erst durch die Ermittlungen davon. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.









