
Bezirk lehnt Maßnahme ab
Bericht: SEZ-Abriss soll Anfang März beginnen
06.02.2026 – 18:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Trotz lauter Kritik: Das ehemalige SEZ in Berlin wird offenbar bald abgerissen. Der Bezirk lehnt das ab – kann aber nichts dagegen machen.
Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) hat den Abriss des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin-Friedrichshain für den 2. März angekündigt. Das berichtete der rbb am Freitagabend unter Berufung auf eine Abrissankündigung, die dem Sender vorliegt.
Der Abriss soll demnach in zwei Phasen erfolgen. Zunächst werde bis September der Schwimmhallenbereich in Richtung Volkspark Friedrichshain schadstoffsaniert und abgerissen. Vier Stahlstützen sollen als Erinnerung an das DDR-Bauwerk erhalten bleiben. In einer zweiten Phase würden dann die restlichen SEZ-Gebäude zurückgebaut.
Der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Grüne), lehnt den Abriss ab. Er bezeichnete das Vorgehen der WBM als „offensichtliche Missachtung demokratischer Prinzipien“, wie der rbb berichtete. Das Bezirksamt habe jedoch keine Handhabe, den Abriss zu stoppen.
Auf dem Grundstück an der Landsberger Allee Ecke Danziger Straße plant die WBM ein neues Stadtquartier mit bis zu 680 Wohnungen, einer Schule sowie Gewerbe- und Sportflächen. Die Hälfte der Wohnungen solle als geförderter Wohnraum entstehen. Die Initiative „SEZ für Alle“ hofft laut rbb auf eine angekündigte Klage von zwei Verbänden, um den Denkmalschutz für das Gebäude durchzusetzen.











