
Eine gesunde Ernährung spielt bei der Behandlung und Vorbeugung von Arteriosklerose eine entscheidende Rolle. Viel Obst und Gemüse sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Quellen sollten tierische Fette zu einem großen Teil ersetzen. Nahrungsfette beeinflussen die Blutfettwerte stärker als das Cholesterin in der Nahrung selbst, wie das Bundeszentrum für Ernährung erklärt.
Dabei kommt es vor allem auf die Gesamtfettmenge und die Fettsäurezusammensetzung an. Fette aus tierischen Lebensmitteln wie Wurst, Fleisch, Käse oder Sahne fördern die Entstehung von Ablagerungen in den Arterien besonders. Setzen Sie daher vor allem auf pflanzliche Lebensmittel. An diesen können Sie sich immer satt essen. Wenn es doch mal tierische Lebensmittel sein sollen, wählen Sie fettarme Varianten, wie gekochten Schinken, Geflügel und fettarme Milchprodukte.
Achten Sie zudem auf eine ballaststoffreiche Ernährung aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse. Ballaststoffe senken den Blutfettspiegel, indem sie die sogenannte Gallensäure binden, welche zum Großteil aus Cholesterin besteht. Vor allem aber sind ballaststoffreiche Lebensmittel fettarm und gut sättigend.
Auch das richtige Maß zwischen den einzelnen Nährstoffen ist wichtig: 50 Prozent der Energiezufuhr sollte laut dem Ernährungsportal aus Kohlenhydraten bestehen, 30 Prozent aus gesunden Fetten und 20 Prozent der aufgenommenen Lebensmittel sollten Proteine darstellen. Zusätzlich ist es wichtig, ausreichend Vitamine aufzunehmen sowie viel zu trinken. Betroffene sollten außerdem regelmäßig ihre Blutfettwerte, ihren Blutzucker und ihren Blutdruck überprüfen lassen.
Parallel zur Ernährung gibt es Medikamente, mit denen sich die Verkalkung unter Umständen aufhalten oder sogar rückgängig machen lässt. Dafür sind laut der Deutschen Gefäßliga die Wirkstoffe Clopidogrel oder Acetylsalicylsäure (ASS) das Mittel der Wahl. Beide können die Bildung eines Blutgerinnsels verhindern.
Gelegentlich kann auch ein operativer Eingriff notwendig sein: Die behandelnden Ärzte dehnen hier die Engstellen in den Gefäßen aus. Anschließend verwenden sie ein spezielles Gittergeflecht, einen sogenannten Stent, um die Gefäße zu stützen.











