
Amit Kshatriya, stellvertretender Nasa-Administrator, betonte, das Raketensystem sei ein „experimentelles“ Fahrzeug, bei dem noch viele Lehren zu ziehen seien. „Jede Rakete ist einzigartig“, genau wie jeder Flug zum Mond immer einzigartig sein werde. Ziel müsse es langfristig sein, die Test- und Flugrate zu erhöhen, um schneller zu lernen.
Jetzt soll die Ursache der Lecks geprüft werden. „Wenn man mit Wasserstoff arbeitet, hat man es mit einem sehr kleinen, hochenergetischen Molekül zu tun – genau deshalb nutzen wir ihn. Und wir tun wirklich unser Bestes“, erklärte Honeycutt. Ein konkreter neuer Starttermin sollte erst nach Auswertung aller Testdaten festgelegt werden. Eine mindestens einmonatige Verschiebung soll dem Startteam aber Zeit geben, rechtzeitig eine neue Generalprobe durchzuführen.
Es gibt pro Monat nur wenige Zeitfenster, um Astronauten um den Mond zu schicken. So müssen unter anderem Erde, Mond und Raumschiff eine passende Ausrichtung zueinander haben. Das aktuelle Startfenster für „Artemis 2“ reicht insgesamt bis in den April.
Die Nasa geht davon aus, dass Anpassungen schnell umgesetzt werden können. Reparaturen an verformten oder beschädigten Dichtungen oder anderen Bauteilen als möglicher Grund für die Lecks könnten wahrscheinlich direkt an der Startrampe erfolgen, hieß es.
Die Crew der Mission – die vier Astronauten Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und der Kanadier Jeremy Hansen – nahm nicht aktiv an dem Bodentest teil. Sie befanden sich seit Tagen in vorbereitender Quarantäne in Texas, konnten diese aber wegen des verschobenen Starts wieder verlassen. Zwei Wochen vor dem nächsten Startversuch werden sie erneut in Quarantäne gehen.











