
Hohe Blutdruckwerte
So viele Tassen Kaffee gelten als unbedenklich
04.02.2026 – 12:40 UhrLesedauer: 3 Min.

Kaffee gehört für viele fest zum Alltag – auch bei erhöhtem Blutdruck. Doch wie stark beeinflusst Koffein die Blutdruckwerte, und wie viel Kaffee gilt noch als gesund?
Kaffee begleitet den Menschen seit mehr als 600 Jahren und zählt heute zu den beliebtesten Getränken weltweit. In Deutschland trinken viele Menschen täglich mehrere Tassen. Doch bei erhöhtem Blutdruck stellt sich die Frage, ob Kaffee dem Herzen schadet oder weiterhin erlaubt bleibt.
Der Blutdruck beschreibt die Kraft, mit der das Blut gegen die Wände der Arterien drückt. Er wird in zwei Werten gemessen:
Als normal gelten Werte unter 120 zu 80 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Erreichen die Werte dauerhaft 140 zu 90 mmHg oder mehr, sprechen Mediziner von Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt. Diese Erkrankung verursacht meist keine Beschwerden, erhöht aber unbehandelt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Nieren- und Herzerkrankungen deutlich.
Koffein wirkt als anregende Substanz auf Muskeln und Nerven. Bei manchen Menschen steigert es die Herzfrequenz und kann Herzrhythmusstörungen begünstigen. Zusätzlich regt Koffein die Nebennieren an, Adrenalin auszuschütten. Dieses Stresshormon lässt das Herz schneller schlagen und verengt die Blutgefäße, wodurch der Blutdruck ansteigt.
Der Koffeinspiegel im Blut erreicht seinen Höhepunkt etwa 30 Minuten bis zwei Stunden nach dem Kaffeetrinken. Die Halbwertszeit liegt zwischen drei und sechs Stunden. Das bedeutet, dass sich die Koffeinmenge im Blut in diesem Zeitraum etwa halbiert. Wie schnell das geschieht, hängt vom Alter, der genetischen Veranlagung und vom regelmäßigen Kaffeekonsum ab.
Studien zeigen, dass Kaffee den systolischen Blutdruck kurzfristig um etwa 3 bis 15 mmHg und den diastolischen um 4 bis 13 mmHg erhöhen kann. Menschen mit bereits erhöhtem Blutdruck reagieren darauf oft empfindlicher.










