
Warnstreik im Nahverkehr beendet
Kölner Verkehrs-Betriebe fahren wieder
03.02.2026 – 05:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Einen Tag lang blieben Busse und Bahnen in den Depots. Die Folgen waren in den Ballungsräumen deutlich spürbar. Worum es im Tarifkonflikt wirklich geht.
Mit Betriebsbeginn in der Nacht zu Dienstag fahren Busse und Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe wieder. Der eintägige Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr ist vorbei. „Der Betrieb geht wieder ganz normal los“, hieß es bei der KVB mit Blick auf das Ende des Warnstreiks. Ähnliches war auch bei der Gewerkschaft Verdi zu hören.
Verdi NRW hatte für Montag in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. 12.000 Beschäftigte waren der Gewerkschaft zufolge dem Aufruf zu Arbeitsniederlegungen gefolgt. Betroffen waren nahezu alle großen kommunalen Nahverkehrsbetriebe in NRW wie etwa auch die Rheinbahn in Düsseldorf, DSW21 in Dortmund oder der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster.
Millionen Fahrgäste waren von dem eintägigen Warnstreik betroffen. Nur noch wenige Busse von Subunternehmen konnten in vielen Regionen fahren. Die bestreikten Verkehrsbetriebe verwiesen darauf, dass der Bahnverkehr mit Regionalzügen und S-Bahn-Linien nicht von dem Tarifkonflikt betroffen ist.
Auf den Straßen machte sich der Warnstreik nach Beobachtung des ADAC insbesondere in den Ballungsräumen bemerkbar. Zwar hätten sich die Zahl der Staus und die Staulänge am Morgen auf einem ähnlichen Niveau wie zu Vorwochenbeginn bewegt. Fahrer hätten aber länger im Stau gestanden.
Die erste Verhandlungsrunde für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW blieb am 21. Januar ohne Ergebnis. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll steigen.
Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der kommunalen Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, sodass der Nahverkehr bereits jetzt attraktive Arbeitsplätze biete.











