
Radtour in der Kälte
Sportler stirbt bei Extrem-Challenge in Russland
Aktualisiert am 02.02.2026 – 15:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Adam Borejko wollte 900 Kilometer durch den kältesten Teil Sibiriens radeln. Doch auf halber Strecke endet sein Abenteuer tödlich.
Der polnische Extremsportler Adam Borejko ist tot. Der russische Katastrophenschutz in der ostsibirischen Republik Sacha (Jakutien) hat ihn in seinem Hotel in Chandyga leblos aufgefunden. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt.
Borejko war am 25. Januar in der Hauptstadt Jakutsk zu seiner Radtour gestartet, wie aus seinem Blog auf Instagram hervorgeht. Sein Ziel war das knapp 900 Kilometer entfernte Dorf Oimjakon – einer der kältesten dauerhaft bewohnten Orte der Erde. Im Jahr 1933 wurden dort 67,8 Grad Frost gemessen. In den ersten Februartagen dieses Jahres sank das Thermometer nachts auf minus 39 Grad. In Jakutsk herrscht derzeit Frost von etwa minus 35 Grad.
Die erbarmungslose Kälte im Osten Sibiriens zieht immer wieder Abenteurer an. Im Januar 2022 fand in Oimjakon ein Marathon mit internationaler Beteiligung statt. Konstantin Dragunov, Sieger des damaligen Wettkampfes, lief mit einer dicken Eiskruste im Gesicht ins Ziel. „Der Marathon ist unberechenbar, das hat man mir im Vorfeld gesagt“, sagte Dragunov im Anschluss „The Mirror“. Es sei aber noch schlimmer gekommen: „Nach 33 Kilometern wurde ich fast ohnmächtig.“










