
Warnstreiks bei Bus und Bahn
Bundesland meldet 500 Kilometer Stau
02.02.2026 – 10:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Staus, Unfälle, Chaos: In vielen Regionen werden Autofahrer beim Weg zur Arbeit auf eine Geduldsprobe gestellt – und der Feierabendverkehr steht erst bevor.
In ganz Deutschland haben Autofahrer am Montagmorgen viel Geduld benötigt. Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr kam es vielerorts zu mehr Verkehr auf den Straßen, zu langen Staus und zu stundenlangen Wartezeiten.
Für das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen meldete der ADAC gegen 8 Uhr allein auf den Autobahnen rund 500 Kilometer Stau und zähflüssigen Verkehr. Der Zeitverlust habe im Einzelfall bei bis zu einer Stunde gelegen, sagte der Sprecher. Mehrere Unfälle, etwa auf der A3 und der A40, bremsten den Verkehr zusätzlich aus.
Auch in Berlin blieben Busse und U-Bahnen im Depot. Trams fuhren zwar, um zu verhindern, dass Oberleitungen einfrieren – allerdings ohne Fahrgäste. Insbesondere auf dem Autobahn-Stadtring A100 brauchten Pendler im Berufsverkehr viel Geduld. Die Verkehrsinformationszentrale empfahl: „Nutzen Sie andere Verkehrsmittel: Ziehen Sie das Fahrrad, Sharing-Angebote oder Fahrgemeinschaften in Betracht.“ Arbeitnehmer sollten, wenn möglich, von zu Hause aus arbeiten, hieß es.
Angesichts des Warnstreiks rät der ADAC, Fahrten zu Stoßzeiten zwischen 7 und 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr nach Möglichkeit zu vermeiden. Wie stark sich der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf die Verkehrslage auswirkt, hängt laut den Experten entscheidend davon ab, wie viele Arbeitnehmer sich auf den Streik einstellen und gegebenenfalls auch im Homeoffice arbeiten können.
Durch den Warnstreik der Gewerkschaft Verdi ist der Nahverkehr in weiten Teilen Deutschlands zum Erliegen gekommen. Lediglich Niedersachsen ist den Angaben nach zunächst ausgenommen. Für die etwa 5.000 Beschäftigten dort gelte noch die Friedenspflicht.
Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren derweil ohne Einschränkungen. „Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main und der Regional- und Fernverkehr der DB werden als Unternehmen nicht von Verdi vertreten und sind daher von dem Streik nicht betroffen“, teilte der bundeseigene Konzern mit.











