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Kein Empfang im Keller: Kann ich trotzdem ein Smart Meter haben?
02.02.2026 – 09:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um den intelligenten Stromzähler.
Der intelligente Stromzähler – der sogenannte Smart Meter – ist einer der wichtigsten Bausteine für die Energiewende im eigenen Zuhause. Damit können Verbraucher ihren momentanen Stromverbrauch einsehen und erkennen, wo das größte Sparpotenzial liegt. Außerdem ermöglicht es vielen, ihren Stromverbrauch flexibel an die Börsenstrompreise anzupassen, was unter Umständen auch viel Geld sparen kann.
Für viele Haushalte ist der Smart Meter mittlerweile auch Pflicht. Trotzdem melden viele Verbraucher noch Probleme bei der Beschaffung der Geräte. Zwei t-online-Leser haben der Redaktion geschrieben, dass der Netzbetreiber den Einbau eines Smart Meters abgelehnt habe, weil es im Keller keinen Empfang gebe. „Was kann ich jetzt tun?“, fragt einer der beiden.
Sollte es am Zählerschrank keinen Empfang geben, gibt es mehrere Lösungen. Der Messstellenbetreiber muss diese eigentlich auch kennen und anbieten.
Am häufigsten wird der Smart Meter dann einfach mit einer Antenne ausgestattet. „Dafür wird ein Kabel aus dem Zählerschrank herausgeführt und eine kleine Antenne an einer Stelle mit besserem Empfang (z. B. am Kellerfenster oder im Außenbereich) montiert“, erklärt Experte Lucas Wagner, zuständig für Energiethemen beim Wärmepumpeninstallateur thermondo, auf Anfrage von t-online.
Eine zweite Möglichkeit ist laut Wagner die Verbindung des Smart Meters mit dem WLAN. Wenn im Keller zum Beispiel kein Mobilfunkempfang existiert, aber ein Router in der Nähe ist, kann das die Alternative sein. Allerdings sollte die Verbindung dann per LAN-Kabel erfolgen: „Ein normaler WLAN-Verstärker hilft meist nicht, da das Smart-Meter-Gateway ein eigenes Funkmodul besitzt.“
Die letzte Möglichkeit ist die Datenübertragung über das Stromnetz, die sogenannte Powerline Communication. Dabei werden die Daten, die der Smart Meter erfasst, über das lokale Stromnetz übermittelt. Diese Möglichkeit wird nach Angaben von Stadtwerken nur dann angeboten, wenn in dem gesamten Wohngebiet kein Mobilfunknetz vorhanden ist und im Haus auch kein Internetzugang existiert. Das dürfte also in den wenigsten Fällen passieren.










