
Nach negativem Bürgerentscheid in Herten
NRW plant Olympia mit alternativen Wettkampfstätten
02.02.2026 – 09:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Mit Herten stellt sich die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen gegen eine Olympia-Bewerbung. Hat das Folgen für die Bewerbung von Köln und ganz NRW?
Die Olympia-Bewerbung in Nordrhein-Westfalen plant bei negativen Bürgerentscheiden mit alternativen Standorten für die betroffenen Wettkämpfe. Das erfuhr die Kölner Redaktion von t-online aus Kreisen der Olympia-Bewerbung. Demnach wurden bereits in einem frühen Stadium alternative Wettkampfstätten gesucht, die im Fall eines negativen Bürgerentscheids für andere Städte einspringen könnten.
Aus Kreisen der Olympia-Bewerbung heißt es, dass für die in Herten und Recklinghausen geplanten Mountainbike-Wettbewerbe bereits eine Alternative bereitstünde. Das Gesamtkonzept der Olympia-Bewerbung in Nordrhein-Westfalen bleibt trotz der Ablehnung bestehen. Die Verantwortlichen hatten mögliche negative Bürgerentscheide in den Planungen bereits mitgedacht.
Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen nimmt die Entscheidung des Hertener Stadtrats zur Kenntnis. Ein Sprecher sagte t-online: „Zunächst gilt es, die weitere Entwicklung vor Ort abzuwarten. Durch die Beteiligung mehrerer Kommunen an der Bewerbung verfügt Köln-Rhein-Ruhr über eine große Flexibilität bei der Auswahl von Sportstätten. Dies ist eine der besonderen Stärken des gemeinsamen Konzepts.“
Grundsätzlich sei die Rückmeldung aus den Kommunen bislang positiv. „In allen Kommunen, die bisher über die Durchführung eines Ratsbürgerentscheids befunden haben, haben sich die Räte – teils mit überwältigender Mehrheit – für eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen.“ Zwölf Kommunen, darunter Köln haben bereits für einen Bürgerentscheid gestimmt. Herten ist die erste der 17 Städte, die diesen abgelehnt hatte.
In Herten planen die Politiker, gegebenenfalls einen neuen Anlauf zu nehmen und einen Bürgerentscheid doch noch zu beschließen. Bürgermeister Fred Toplak (TOP-Partei), sagte nach dem Ratsbeschluss: „Ich bedaure sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger nun nicht die Möglichkeit haben zu entscheiden. Damit wurde ihnen die Chance genommen, Politik aktiv zu gestalten und ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen.“











