
Am Montag
Warnstreik lähmt Köln – wann fährt die KVB wieder?
Aktualisiert am 01.02.2026 – 19:31 UhrLesedauer: 2 Min.
An diesem Montag eskaliert der Tarifstreit bei den Kölner Verkehrs-Betrieben. Verdi will den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Der Verkehr kommt zum Erliegen.
An diesem Montag kommen auf Fahrgäste in Bussen und Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) gravierende Ausfälle zu. Im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr will die Gewerkschaft Verdi NRW den Druck auf die Arbeitgeber mit einem Streik erhöhen.
Ab 3 Uhr in der Früh werden keine Stadtbahn-Fahrten der KVB stattfinden und nur die durch Subunternehmen durchgeführten Busfahrten erfolgen, wie die KVB in einer Mitteilung erklärte. Bahnen und Busse werden erst am Dienstag (3. Februar) wieder normal fahren.
Auch die Stadtbahn-Linien 16 und 18, die gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB Bonn) betrieben werden, fahren nicht. Ebenso bleiben die Kundencenter und die Vertriebsstelle der KVB geschlossen.
Die erste Verhandlungsrunde für rund 30.000 Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW war am 21. Januar ohne Ergebnis geblieben. Verdi NRW kritisiert, dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hätten, obwohl die Gewerkschaftsforderungen seit November vorlägen.
Verdi NRW fordert, die wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich zu verkürzen. Auf welche Stundenzahl das erfolgen soll, werde noch konkretisiert. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen.
Ohne spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen werde es nicht gelingen, den Personalmangel im Nahverkehr zu beheben. Verdi NRW fordert zudem deutlich mehr Investitionen in die Infrastruktur und das Personal.









