
Chancenwucher gegen Freiburg
Joker trifft spät: VfB klettert Richtung Champions League
Aktualisiert am 01.02.2026 – 17:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach einer souveränen ersten Hälfte hätten die Schwaben in Führung gehen müssen. Doch das Tor wollte lange nicht fallen – bis zur 89. Minute.
Ein spätes Traumtor von Ermedin Demirović hat dem VfB Stuttgart den nächsten Sieg in der Bundesliga und zumindest vorläufig einen Champions-League-Platz beschert. Die Schwaben gewannen gegen den SC Freiburg mit 1:0 (0:0) und zogen in der Tabelle an RB Leipzig vorbei auf Rang vier. Die Badener indes liegen auch nach dem 20. Spieltag ein ganzes Stück hinter den Europapokalplätzen auf Rang sieben und verlien den Anschluss.
Der VfB hatte im Baden-Württemberg-Duell viel Ballbesitz und die besseren Chancen. Woran es ihm vor 60.000 Zuschauern lange fehlte, war die Effizienz – ehe Joker Demirović in der 89. Minute doch noch zuschlug. Zuvor konnten sich die Freiburger vor allem auf ihren Torhüter Noah Atubolu verlassen.
Die Stuttgarter waren schon in der ersten Halbzeit die deutlich aktivere Mannschaft. Die Gäste ließen sich abgesehen von einem Distanzschuss von Yuito Suzuki (4. Minute) und einem Außennetz-Treffer von Derry Scherhant (43.) vorn nur selten blicken.
Defensiv standen die Freiburger zunächst noch recht kompakt, nach und nach gerieten sie aber zunehmend in Bedrängnis. Nachdem SC-Keeper Atubolu einen Kopfball von VfB-Verteidiger Josha Vagnoman stark pariert hatte (20.), rückte vor allem Deniz Undav in den Fokus.
Stuttgarts Nationalstürmer suchte einen Abschluss nach dem anderen. Einmal rettete Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter bei einem Schuss des 29-Jährigen kurz vor der Linie (28.), wenig später konnte Undav einen heftigen Fehler im Spielaufbau der Badener nicht nutzen (32.).
Die Chancenverwertung des WM-Kandidaten war in dieser Saison schon häufiger Thema. Nach seinem Tor beim 3:0-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach vor einer Woche hatte sich Undav gegen seine Kritiker gewehrt. Dieses Mal agierte der Angreifer wieder unglücklich.
Spätestens als Nikolas Nartey per Kopf am erneut gut reagierenden Atubolu scheiterte, wäre die Stuttgarter Führung verdient gewesen (42.). Dann leistete sich plötzlich VfB-Torwart Alexander Nübel noch einen Aussetzer, der außer einem Freiburger Eckball aber keine weiteren Folgen hatte (44.).










