
Tod mit 88 Jahren
Rita Süssmuth war „ein Vorbild und eine gute Freundin“
Aktualisiert am 01.02.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Tod der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ruft Trauer bei deutschen Politikern hervor. Sie würdigen vor allem ihren Kampf für Gleichberechtigung und Demokratie.
Der ehemalige CDU-Chef Armin Laschet nannte Süssmuth bei X ein „Vorbild und eine gute Freundin“: „Als junger Redenschreiber lernte ich sie vor fast 40 Jahren kennen. Sie ist eine der beeindruckendsten Frauen, die ich je erlebt habe. Sie hat gekämpft für eine menschliche Gesellschaft und Versöhnung. Sie war fröhlich, voller Gottvertrauen und streitbar. Und sie hat gegen Widerstände unendlich viel bewegt.“ Laschet weiter: „Sie wird schmerzhaft fehlen.“
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte bei X, er trauere um Süssmuth: „Sie war eine große Politikerin und ein Leitstern für unser demokratisches Gemeinwesen. Als Bundesministerin und Bundestagspräsidentin kämpfte sie für Gleichberechtigung, Toleranz und eine offene Gesellschaft. Deutschland verdankt ihr viel.“
Bildungsministerin Karin Prien schrieb von „großem Bedauern“: „Rita Süssmuth ist als Politikerin für Frauen UND Männer ein großes Vorbild.“ Prien schrieb weiter: „Sie hat frauen- und gleichstellungspolitische Themen ganz oben auf die Agenda gesetzt, wo sie heute noch hingehören. Bis zuletzt kommentierte sie politisches Zeitgeschehen und ergriff Position in aktuellen Debatten, sie war in bester Weise streitbar und gleichzeitig Brückenbauerin. Ihre Stimme wird fehlen!“
Britta Haßelmann, Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, lobte Süssmuths Engagement „für die Rechte von Frauen, für Gleichberechtigung und Parität“. Sie sei „eine so aufrechte Demokratin und Parlamentarierin mit großer Leidenschaft“ gewesen. Hasselmanns Stellvertreter Andreas Audretsch schrieb, er verdanke Süssmuth „ganz persönlich enorm viel“. Auch die Grünen-Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt schrieb: „Ich hab viel von ihr gelernt, konnte mit ihr lachen und manchmal auch kämpfen.“
Bundestags-Vizepräsident und Linken-Politiker Bodo Ramelow teilte ein gemeinsames Foto mit Süssmuth und nannte sie eine „Stimme der Menschlichkeit, des Respekts und des aufrechten Widerspruchs – auch dann, wenn es unbequem war“. Der CDU-Politiker und ehemalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier würdigte Süssmuth für ihren Einsatz „gegen Tabus, für Menschlichkeit & Demokratie! Sie muss uns Ansporn sein, Gräben zu überwinden und jeden Einzelnen so ernst zu nehmen!“











