
Supermarkt in Grönland
Hier wird der Cola-Kauf zur Ansage
01.02.2026 – 13:44 UhrLesedauer: 4 Min.
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In Grönland zahlen Kunden deutlich mehr für Lebensmittel als in Deutschland, wie der t-online-Preisvergleich zeigt. Besonders deutlich fällt der Unterschied bei frischem Gemüse aus.
Nicht nur das Logo des Supermarkts zeigt, dass es sich bei Akiki um einen grönländischen Discounter handelt: Ein Eisbär hat einen Einkaufskorb im Maul. Es erinnert an das Logo des dänischen Netto-Marktes („Netto mit Hund“), der auch in Norddeutschland vertreten ist.
Auch beim Blick auf die Preise unterscheidet sich der Supermarkt Akiki, von dem es drei Stück in der Hauptstadt Nuuk gibt, von Supermärkten in Deutschland.
t-online hat die Preise typischer Alltagsprodukte – vom Salat bis zur Cola – miteinander verglichen. Die Unterschiede sind eindeutig. Auch in anderen Läden auf der Insel, etwa beim Handelsriesen Brugseni, zeigt sich, dass der Lebensmitteleinkauf in Grönland oft deutlich teurer ist als in Deutschland.
Für diesen Preisvergleich hat t-online 13 Produkte ausgewählt, die sich in vielen Einkaufskörben finden: Nudeln, Frischkäse, eine Gurke, Tiefkühlpizza, Toilettenpapier. Für Deutschland wurden die Preise in einem Rewe-Markt in Berlin herangezogen.
Dieser Einkauf kostete in Deutschland 34,34 Euro – in Grönland umgerechnet 55,74 Euro. Das sind 21,40 Euro mehr, ein Aufschlag von 62 Prozent.
Dieses Ergebnis passt ins größere Bild: Die Lebenshaltungskosten in Grönland liegen insgesamt deutlich über dem deutschem Niveau. Je nach Vergleich sind sie im Schnitt rund ein Drittel höher, bei Lebensmitteln im Supermarkt sogar nahezu doppelt so hoch.
Auch Essengehen ist teurer: Ein Restaurantbesuch kann rund 40 bis 50 Prozent über dem deutschen Preisniveau liegen. Und wer auf Reisen oder beruflich hier ist, spürt es ebenfalls – Unterkünfte sind im Schnitt etwa 50 Prozent teurer als in Deutschland. Zwar liegen die Löhne in Grönland auch etwas höher als in Deutschland, laut der Vergleichsseite livingcostindex.com um 4,6 Prozent, doch das wiegt die hohen Lebensmittelpreise nicht auf.
Insbesondere bei frischen Produkten ist der Unterschied enorm. Eine Gurke kostet in Grönland 3,74 Euro statt 1,99 Euro, ein Plus von 88 Prozent. Noch größer wird der Preisaufschlag bei einem Salatkopf. Der kostet im Akiki-Markt in Nuuk 4,57 Euro – in Deutschland lediglich 1,29 Euro. Das sind 254 Prozent mehr. Salat ist also mehr als dreimal so teuer wie in Deutschland. Wer sich gesund ernähren will, muss in Grönland einiges auf den Tisch legen.










