
Spieler und Bosse außer sich
Bayern-Wut über Schiedsrichter nach Remis gegen den HSV
31.01.2026 – 22:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Schuldige war schnell gefunden: Schiedsrichter Harm Osmers. Zumindest waren sich damit alle Verantwortlichen und Stars des FC Bayern einig. In den Katakomben soll es zu wilden Szenen gekommen sein.
Der Ärger über das zweite Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg war Sportvorstand Max Eberl und Trainer Vincent Kompany deutlich anzumerken. Direkt in seinen ersten Sätzen zur Spielanalyse kritisierte Eberl am Sky-Mikrofon den Unparteiischen und attestierte ihm, „etwas überfordert“ gewesen zu sein. Er wurde jedoch wenig konkret, sagte lediglich: „Aus meiner Sicht hat er viele Situationen nicht gut eingeschätzt.“
Trainer Kompany wurde in dieser Hinsicht bei Sky etwas genauer. „Der Verteidiger rutscht aus, fällt hin und Harry Kane kriegt Gelb“, kommentierte er mit einem ungläubigen Lachen. Zudem missfiel dem 39-Jährigen die insgesamt 16 Minuten Nachspielzeit. Im ersten Durchgang hatte der Unparteiische die Partie um sechs Minuten verlängert, im zweiten Durchgang waren neun angezeigt, doch es wurden am Ende sogar zehn.
„Bei 16 Minuten Nachspielzeit sind nicht nur die 22 Spieler auf dem Platz Schuld, sondern es gibt auch andere Leute. Wir hätten noch 20, 25 Minuten extra spielen können. Deutliche Situationen wurden kompliziert gemacht.“ Kompany machte seinem Ärger bereits auf dem Platz Luft und ging direkt mit Abpfiff zum Schiedsrichtertrio.
Laut „Bild“-Zeitung belagerten im Stadioninneren zudem Teile des Trainerteams der Münchner die Kabine und diskutierten mit Osmers. Harry Kane, der sich schon während der Partie ungewohnt häufig beim 41-Jährigen beschwerte, soll die Szene wohl ebenfalls kommentiert haben. „Der Schlechteste, den ich je im Fußball getroffen habe“, soll der 32-Jährige auf Englisch gesagt haben. Josip Stanišić bewerte die Leistung laut Sport1 als „katastrophal“.
Auch Manuel Neuer machte seinem Unmut in den Katakomben Luft. „Wenn der Schiedsrichter nach dem Spiel ein Thema ist, dann ist es nie ein gutes Zeichen. Ich glaube, es ist immer am besten, wenn der Schiedsrichter nicht thematisiert wird. Weil, dann weiß man, dass er das Spiel unter Kontrolle hatte. Aber wenn man so oft auch gefragt wird, dann spricht es nicht dafür.“
Im Spiel gab es einige knifflige Situationen, die Osmers gegen die Münchner entschied. Nach zehn Minuten wurde Michael Olise nach einem leichten Kontakt von Hamburgs Mikelbrencis zu Fall gebracht, es gab jedoch keinen Elfmeter. Kurz darauf räumte Nicolás Capaldo Kane als letzter Mann ab, es gab jedoch nicht einmal Freistoß. Und in der Nachspielzeit bekam Daniel Elfadli nach Schuss von Kimmich den Ball an den angelegten Arm – nach Rücksprache mit dem VAR gab es keinen Elfmeter. Auf der anderen Seite verursachte Kimmich den Elfmeter zur zwischenzeitlichen HSV-Führung nur mit einem leichten Kontakt.










