
Ausflugsziel bei Hamburg
Hohe Spendensumme rettet beliebten Tierpark – vorerst
Aktualisiert am 28.01.2026 – 19:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein beliebtes Ausflugsziel bei Hamburg ist in Schwierigkeiten – beantragt sogar vorläufige Insolvenz. Nun gibt es erheblichen Rückenwind.
Finanzielle Probleme machen dem Landpark Lauenbrück im Landkreis Rotenburg schwer zu schaffen. Im Dezember 2025 beantragte das beliebte Ausflugsziel bei Hamburg beim Amtsgericht in Walsrode vorläufige Insolvenz. Es drohte das schnelle Aus im Januar. Doch jetzt gibt es Hoffnung.
Dank großer Spendenbereitschaft wird der traditionsreiche Tier- und Landpark auch im Februar an den Start gehen und seine Tiere versorgen können. Laut „Kreiszeitung“ und „NDR“ kam durch eine entsprechende Spendenaktion eine Summe im fünfstelligen Bereich und jenseits der 50.000 Euro zustande. Im Zuge des Aufrufs sollen demnach künftig noch weitere 100.000 Euro in die Kassen gespült werden, um die Zeit bis Ende März zu überbrücken, die Tiere versorgen zu können und die Mitarbeiter zu bezahlen.
Laut dem „NDR“ sei die Summe in Höhe von 50.000 Euro von Inhaber und Insolvenzverwalter gemeinsam als nötiges finanzielles Polster berechnet worden, das nötig ist, um jeweils einen Monat zu überstehen. Zuvor erwirtschaftete Rücklagen seien während der Corona-Krise aufgebraucht worden.
Friedrich-Michael von Schiller, Sohn des Parkgründers, zeigte sich im Interview mit der „Kreiszeitung“ dankbar für die Unterstützung: „Wir waren berührt und erfreut, dass sich über die Jahre ein „Wir“-Gefühl eingestellt hat, das nicht verloren gehen darf – so viele Menschen haben sich mit Beträgen von fünf bis mehreren tausend Euro dafür eingesetzt, dass der Park erhalten bleibt“, sagte er. „Das ist ein tolles Kompliment!“
Schiller betonte aber zugleich: „Wir sind noch nicht über den Berg!“ Futterkosten und Teile der Gehälter seien bis zum Frühsommer gesichert. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter suche man nach einer Lösung, den Betrieb nachhaltig aufrechtzuerhalten. „Das könnten neue Investoren sein, die Gründung einer neuen Gesellschaft oder neue Betreiber – das steht noch in den Sternen!“, so Schiller zur „Kreiszeitung“.
Der Landpark Lauenbrück war im Jahr 1969 von der Familie Friedrich-Wilhelm von Schiller gegründet worden, um „Natur und deren Zusammenhänge den Menschen näherzubringen“, wie es auf der Internetseite heißt. Seit 2005 ist er als gemeinnützig anerkannt. In dem Park gibt es mehr als 200 Wild- und Nutztiere. Ein Großteil der Rassen ist den Angaben zufolge vom Aussterben bedroht. Der Park setzt sich dafür ein, dass die gefährdeten Tierarten erhalten bleiben.










