
Dazu zählen unter anderem Notar- und Grundbuchkosten, Grunderwerbsteuer und gegebenenfalls Maklergebühren. „Eine der größten Hürden bei Immobilienfinanzierungen bleibt das fehlende Eigenkapital“, sagt Oberländer. Sein Rat: Wer frühzeitig mit einem Profi plant, regelmäßig spart und den eigenen finanziellen Spielraum realistisch einschätzt, verschafft sich klare Vorteile.
Banken sind verpflichtet, sicherzustellen, dass ein Immobiliendarlehen innerhalb der erwarteten Lebenszeit zurückgezahlt werden kann. In der Praxis endet die Laufzeit deshalb meist vor dem 75. Geburtstag. Wer später finanziert, kann seine Chancen jedoch mit zusätzlichen Sicherheiten verbessern.
Dazu zählen etwa bereits abbezahlte Immobilien, Wertpapiere, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Bürgschaften oder Eigenleistungen. Laut Oberländer sinkt das Ausfallrisiko für die Bank zudem, wenn mehrere Personen den Kredit gemeinsam tragen. Gleichzeitig betont er, dass eine Baufinanzierung auch für Singles und Alleinerziehende möglich ist, vorausgesetzt, Eigenkapital und Sicherheiten stimmen.
Nicht nur der Kreditnehmer wird geprüft, auch die Immobilie spielt eine entscheidende Rolle. Sie dient der Bank als Sicherheit für den Kredit. Dafür ermitteln Institute den sogenannten Beleihungswert. Dieser gibt an, welcher Betrag im Falle eines Verkaufs oder einer Zwangsversteigerung voraussichtlich erzielt werden kann.
Um Risiken abzufedern, ziehen Banken vom aktuellen Marktwert einen Sicherheitsabschlag von meist 10 bis 30 Prozent ab. Der Beleihungswert liegt daher in der Regel unter dem Verkehrswert. Liegt der Kaufpreis deutlich darüber, kann die Finanzierung – insbesondere bei geringem Eigenkapital – schwieriger oder teurer werden, erklärt Oberländer.
Wer seine Chancen auf eine Baufinanzierung erhöhen möchte, kann gezielt an der eigenen Bonität arbeiten. Dazu gehört vor allem, Rechnungen pünktlich zu bezahlen und Mahnungen konsequent zu vermeiden. Auch laufende Schulden sollten möglichst schnell reduziert werden. Konsumkredite, insbesondere Dispokredite und Ratenkäufe, wirken sich negativ auf den Score aus und sollten vermieden werden.
Sinnvoll ist außerdem eine rechtzeitige Schufa-Selbstauskunft, um fehlerhafte Einträge korrigieren zu lassen – idealerweise noch vor dem Beratungsgespräch. Nicht zuletzt kann eine langfristige, stabile Geschäftsbeziehung zur Hausbank die Bewertung und den Zinssatz positiv beeinflussen.
Damit Banken die Kreditwürdigkeit prüfen können, müssen zahlreiche Unterlagen vorgelegt werden. Dazu zählen unter anderem ein gültiger Personalausweis, eine Selbstauskunft, eine unterschriebene Schufa-Auskunft sowie Nachweise über Einkommen, Vermögen und laufende Ausgaben.











