
Dividendenrendite
Darum können hohe Dividenden ein Warnzeichen sein
Aktualisiert am 28.01.2026 – 06:21 UhrLesedauer: 3 Min.

Wer den Preis einer Aktie bewerten will, kann auf die Dividendenrendite zurückgreifen. Doch die kann auch in die Irre führen.
Wer in Aktien investiert, hofft in der Regel auf steigende Kurse. Doch nicht nur das bringt Ihnen als Anleger Rendite. Manche Unternehmen zahlen auch sogenannte Dividenden, beteiligen ihre Aktionäre also ein Stück weit am erwirtschafteten Gewinn.
Um zu beurteilen, ob sich eine Aktie lohnt, gibt es verschiedene Kennziffern. Eine davon ist die Dividendenrendite. Wir erklären, was man darunter versteht, wie sie berechnet wird und in welche Falle Sie bei ihr nicht tappen sollten.
Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl, mit der Sie Aktien bewerten können. Sie schwankt von Börsentag zu Börsentag und ergibt sich aus dem Verhältnis der angekündigten Dividende zum aktuellen Aktienkurs.
Wie hoch Dividenden ausfallen, entscheiden die Aktiengesellschaften auf ihren Hauptversammlungen. In der Regel sind hohe Ausschüttungen ein Qualitätsmerkmal einer Aktie. Es kann aber auch gute Gründe geben, warum Unternehmen gar keine Dividende zahlen – etwa weil sie das Geld lieber nutzen, um weiter zu wachsen.
Grundsätzlich gilt: Eine hohe Dividendenrendite sagt nichts darüber aus, wie profitabel ein Unternehmen ist. Anleger sollten deshalb nicht allein auf die Dividendenrendite achten, sondern auch darauf, wie solide ein Unternehmen wirtschaftet und wie regelmäßig es in der Vergangenheit Dividenden gezahlt hat.
Die Dividendenrendite gibt Ihnen Auskunft darüber, wie Aktien indirekt verzinst werden. In Kombination mit einem gut wirtschaftenden Unternehmen kann sie bedeuten, dass sich ein Investment lohnt. Allerdings kann sie auch in die Irre führen.
Weil die Dividendenrendite mit dem Aktienkurs verknüpft ist, muss eine hohe Rendite nicht zwangsläufig etwas Gutes bedeuten. Denn womöglich ist sie nur deshalb hoch, weil das Unternehmen in Schwierigkeiten steckt und der Aktienkurs gefallen ist. Dann kann es sogar sein, dass die Dividende für das laufende Jahr noch sinkt – oder sogar gar nichts mehr ausgeschüttet wird.










