
Nächtliche Aktion am Hollywood-Sign
BH-Ärger für Schauspielerin Sydney Sweeney
Aktualisiert am 27.01.2026 – 15:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein spektakulärer PR-Stunt am berühmtesten Wahrzeichen von Los Angeles löst Diskussionen aus. Die Aktion von Schauspielerin Sydney Sweeney könnte nun ein juristisches Nachspiel haben.
In der Nacht auf Montag veröffentlichte Schauspielerin Sydney Sweeney ein Video, das sie beim nächtlichen Aufstieg auf das Hollywood-Sign zeigt. In der Aufnahme ist zu sehen, wie sie eine Girlande aus BHs an den Buchstaben des Schriftzugs befestigt und sich anschließend zufrieden lächelnd vor dem Schriftzug in Szene setzt. Die Aufnahmen dienten offenbar der Bewerbung ihrer neuen Dessous-Marke und sorgen nun für Probleme.
Der ungewöhnliche Dreh war Teil einer Marketingkampagne für das Label „Syrn“. Unternehmer wie Jeff Bezos und seine Frau Lauren Sánchez sollen in das Projekt investiert haben. Aufsehen erregt nun nicht nur die ungewöhnliche Inszenierung des Werbeclips – sondern auch die Frage, ob die Aktion rechtlich überhaupt gedeckt war. Denn wie die „Los Angeles Times“ unter Berufung auf die zuständige Hollywood Chamber of Commerce berichtet, verfügte Sweeneys Produktion nicht über die notwendige Genehmigung. Die Organisation ist Eigentümerin der geistigen Rechte am Schriftzug, der ein Wahrzeichen Kaliforniens ist. Für dortige Dreharbeiten benötige man eine spezielle Lizenz.
„Die Produktion mit Sydney Sweeney und dem Hollywood-Sign, über die TMZ berichtet hat, war von der Hollywood Chamber of Commerce nicht genehmigt. Wir hatten im Vorfeld keinerlei Kenntnis davon“, erklärte Kammerpräsident Steve Nissen der „Los Angeles Times“. Weiter führte er aus: „Jeder, der das Hollywood-Sign zu kommerziellen Zwecken nutzen und/oder betreten möchte, muss dafür eine Lizenz oder Genehmigung von der Hollywood Chamber einholen.“
Demnach wurde keine Lizenz beantragt, und auch eine allgemeine Drehgenehmigung, die Sweeneys Team vorgelegen haben soll, reicht für einen Dreh an dem berühmten Schriftzug nicht aus. Für Filmproduktionen am Hollywood-Sign seien zusätzliche Erlaubnisse sowie die Zahlung einer Gebühr erforderlich. Diese Einnahmen fließen unter anderem in die Instandhaltung des Schriftzugs.
Zwar soll der Polizei bislang keine Anzeige vorliegen, doch der Vorfall werde weiterhin geprüft. Der „TMZ“ erklärte die Kammer, sie untersuche derzeit, „wie und unter welcher Autorität (falls überhaupt) die Sweeney-Produktion Zugang zum Gelände des Hollywood-Signs erhalten hat“. Ob es in der aktuellen Sache zu rechtlichen Konsequenzen kommt, bleibt abzuwarten. Eine offizielle Stellungnahme von Sweeneys Seite liegt bislang nicht vor.
Sweeney ist nicht zum ersten Mal mit kontroverser Werbung in den Schlagzeilen. Bereits im Sommer sorgte sie im Rahmen der American-Eagle-Kampagne „Sydney Sweeney Has Great Jeans“ für Diskussionen. Einige Kritiker sahen in dem Slogan eine Anspielung auf rechtsextreme Codes, während politische Stimmen von rechts die Kampagne unterstützten – auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich damals lobend. Später beteuerte Sweeney in einem Interview in Bezug auf den Skandal, sie sei gegen Hass und Spaltung.










