
Wegen Plan für Kölner Drogenmilieu
Innenstadt-CDU fordert Rücktritt von Rau
27.01.2026 – 12:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Eklat im Streit um die Kölner Drogenpolitik: Die Innenstadt-CDU fordert den Rücktritt von Dezernent Rau. Dabei hatte die CDU ihn noch wiedergewählt.
In der Debatte um das Suchthilfezentrum im Pantaleonsviertel erhöht die CDU im Kölner Innenstadtbezirk den Druck auf Sozial- und Gesundheitsdezernent Harald Rau: Parteivorsitzender Andreas Bohl und Fraktionschef Florian Weber fordern in einer gemeinsamen Erklärung den Rücktritt des Grünen-Politikers.
„Mit allem gebührenden Respekt bitten wir Herrn Dr. Rau, seinen Platz für einen neuen Dezernenten freizumachen, der dieser krisenhaften Lage gewachsen ist“, heißt es in dem Schreiben.
Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Panteleonsviertel, Andreas Zittlau, begrüßte im Gespräch mit der Kölner Lokalredaktion von t-online am Dienstag den CDU-Vorstoß. Auch er hatte die Auffassung vertreten, dass Rau bei der Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche die Fragen der IG nicht beantwortet habe.
Zittlau nun zu t-online: „Ein Dezernent, der solche Entscheidungen nicht erklären kann, sollte sie nicht treffen.“ Einer Rücktrittsforderung für Rau wollte sich die IG nicht anschließen: Man sei keine politische Organisation, hieß es.
Die Innenstadt-CDU lehnt den Standort am Perlengraben zwar nicht grundsätzlich ab, fordert aber mehr Transparenz bei der Standortprüfung. Zudem müsse ein möglicher Standort neben dem Polizeipräsidium in Kalk erwogen werden.
Gleichzeitig stärkt die Innenstadt-CDU Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) in ihrer Mitteilung den Rücken, der „mit konstruktiver Entschlossenheit und hoher Gesprächsbereitschaft“ an Lösungen arbeite. Harald Rau, der im März 2024 – auch mit Stimmen der CDU – für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde, verwies am Montag in der „Kölnischen Rundschau“ auf die enormen Auswirkungen der zunehmenden Verbreitung von Crack in Köln.











