
„Ungesund“
Feinstaub-Alarm in Köln: Das müssen Sie wissen
Aktualisiert am 25.01.2026 – 18:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Aktuell sind die Feinstaubwerte in Köln wieder besonders hoch. Womit die Menschen nun rechnen müssen.
Die Luftqualität ist derzeit in vielen Regionen Deutschlands schlecht. Am Wochenende wurden an zahlreichen Messstationen die Feinstaub-Grenzwerte überschritten. Schuld ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die Hochdruck-Wetterlage der letzten Tage.
Demnach konnte die Luft nicht mehr ungehindert aufsteigen; Schadstoffe hätten sich derweil in den unteren Luftschichten konzentriert. Feinstaub kann durch Nase und Mund in die Lunge gelangen und je nach Größe die Lungenbläschen und den Blutkreislauf erreichen und schädigen.
Der Wetterdienst „AccuWeather“ gibt für das Kölner Stadtgebiet einen Luftqualitätsindex (AQI) von 133 an und stuft die Luft als „ungesund“ ein. Das bedeutet: „Die Luft ist stark verschmutzt. Empfindliche Personengruppen werden unmittelbare gesundheitliche Auswirkungen spüren.“ Das kann etwa Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma betreffen.
Selbst gesunde Menschen dürften dabei bereits Symptome wie Hustenreiz oder Atembeschwerden verspüren. Wer das wahrnimmt, sollte sich nicht zu lange im Freien aufhalten – sonst drohen Infektionen der Atemwege.
Feinstaubpartikel sind mit bloßem Auge nicht erkennbar, da sie etwa so groß wie ein einzelnes Bakterium sind. Dadurch können sie aber problemlos in die menschliche Lunge eindringen und dort Schäden verursachen. Deshalb gelten innerhalb der EU bereits seit Jahren Grenzwerte, um die Schäden durch Feinstaub zu reduzieren. Als größter Emittent gilt unter anderem der Autoverkehr.
Einige Medien, darunter die „Bild“, berichteten zunächst, dass die Feinstaubpartikel insbesondere über Berlin aus Osteuropa stammen würden. Tatsächlich kommt es immer mal wieder vor, dass aufgrund der Wetterlage – wie aktuell aufgrund starker und kalter Ostwinde – Feinstaubpartikel zu uns kommen. In Ländern wie Polen ist die Belastung höher, weil es dort noch aktive Kohlekraftwerke gibt.
In Köln trifft dies jedoch nicht zu.
Der EU-Klimawandeldienst Copernicus, dessen Satelliten die Atmosphäre genau überwachen, schlüsselt die Feinstaubpartikel nach ihrer Herkunft auf. Das zeigt: 55 Prozent der Partikel über Köln stammen aus Deutschland selbst.
Die Sektorenaufschlüsselung liefert weitere Details: Demnach stammen 38 Prozent der Feinstaubartikel über der Rhein-Metropole aus der Landwirtschaft, gefolgt von Privathaushalten mit 19,8 Prozent. Gerade die von Haushalten verursachte Belastung ist auf die Witterung zurückzuführen.











